weitig Tätigen, der nicht mehr am Hof wohnt, sondern an dessenStelle oder in Aufschlußgebieten sein" Häusl", einen Wohnhausneu-bau, errichtet.( 6)
Mit dieser Entwicklung aber tritt eine Nivellierung der Orts-charakteristika von Stadt und Land ein. In der Folge verliert vorallem die jüngere Landbevölkerung die persönliche Beziehung zurHeimatgemeinde.
Um dieser sozial negativen Entwicklung entgegenzusteuern, wärees notwendig, eine moderne, zeitgemäße Siedlungs- und Bauent-wicklung anzuregen, die auf den charakteristischen Merkmalen derjeweiligen Landschaft, der gewachsenen Siedlungs-, Haus- und Bau-formen und einer ortsgerechten Bepflanzung basiert, sowie erhal-tenswerten Baubestand aufzuzeigen.
Aufgabe einer aktuellen Hausforschung wäre es daher, Unter-lagen für entsprechende Kriterien und Regeln auszuarbeiten. Diesgeschieht gegenwärtig durch das Hausforschungsprojekt der Öster-reichischen Akademie der Wissenschaften, dessen Basis die Arbeitvon Prof. Arthur Haberlandt im Band XXVI der ÖsterreichischenKunsttopographie ist.
In diesem Projekt werden vorerst die baulichen Veränderungen vonetwa 300 Objekten, die Haberlandt in den 30er Jahren im Bur-genland erfaẞt hat, dokumentiert und in der Folge die Ursachendieser Veränderungen festgestellt. Besondere Bedeutung wird da-bei 115 Originalaufnahmen beigemessen, deren Negative im Besitzdes Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien sind.In einem ersten Schritt werden sämtliche in der Topographie ge-nannten Orte bereist, die erwähnten Objekte, auch solche die aufnicht publizierten Originalfotos vorhanden sind, eruiert. Nach einerfotografischen Aufnahme im gleichen perspektivischen Winkel derOriginalaufnahme wird deren Lage auf einer Generalstabskarte
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