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Probleme der Gegenwartsvolkskunde : Referate der Österreichischen Volkskundetagung 1983 in Mattersburg
(Burgenland)
Entstehung
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Straßen und Wege, dieser" Nervenstränge menschlicher Kommuni-kation", aus, wodurch ein" Zusammenkommen" insbesondere grö-Berer Menschenansammlungen verhindert oder zumindest erschwertwar, während die Verbesserung dieses Zustandes ein" Prome-nieren, Flanieren" und Bummeln ermöglichte! Schlußendlich seiendie Straßen zum Aufmarschgebiet großer Menschen massen in Re-volution und Gegen revolution geworden! Die Straße hätte ein neuesGesicht und eine neue Bedeutung erreicht. So ist es!

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Allerdings waren Straßen und Plätze- daran sei erinnert in densüdlichen Ländern schon viel früher öffentliche Räume und das" Forum" bildete einen solchen besonders offizieller Art. Auchdie Bezeichnung Straße, strada, ist dem Süden entlehnt.Doch wäre es nicht verfehlt eine Frage an Kollegen Scharfeunsere Dörfer und alten Städte nur verkehrsabgewandt hinzustel-len? Die vielgestaltigen Erker in den Städten Süddeutschlands unddie breiten Fensterfluchten im Norden geben ebenso von der Neugierund dem Interesse am Leben auf der Straße Kunde, wie die Stellungganzer Häuserfluchten in den Dörfern, damit man den Blick voneiner Hausecke nach beiden entgegengesetzten Richtungen offenhabe! Turniere, Prozessionen, Fasnachtsaufzüge usw. haben immerschon, auch bei uns, Plätze, Straßen, Wege benötigt! Und erst inunserer Zeit, mit ihrem Verkehrstempo und-lärm, der schlechtenLuft usw. wurden die Fenster geschlossen. Prozessionen und anderebrauchtümliche Umzüge haben sich in Nebengassen zurückge-zogen oder gingen ein oder aber haben sich neuerdings in" verkehrs-gesperrte Zonen" begeben.- Auch das gibt es, um gleich ein neuesKommunikationsfeld aufzuzeigen!

Riehl sah die Entwicklung des Verkehrs aber noch in anderer ent-scheidender Richtung und ebenso auch den durch sie herangeführtenUmsturz alter Formen klar:" Als man in alten Zeiten Straßen

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