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Probleme der Gegenwartsvolkskunde : Referate der Österreichischen Volkskundetagung 1983 in Mattersburg
(Burgenland)
Entstehung
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rung der Stadt gegen den Bürgerkrieg. Er wollte die Errichtungvon Barrikaden in Paris für alle Zukunft unmöglich machen.(...)Die Breite der Straßen soll ihre Errichtung unmöglich machenund neue Straßen sollen den kürzesten Weg zwischen den Kasernenund Arbeitervierteln herstellen. Die Zeitgenossen taufen das Un-ternehmen' L'embellissement stratégique'"( 67), strategischeStadtverschönerung oder stadtverschönernde Strategie.

Deutlicher läßt sich beides nicht vereinen als in HaussmannsBoulevards: Die Straße als symbolischer Ausdruck von absoluterHerrschaft und die reale Herrschaft des fortschrittlich- absolutenStaates über die Straße:' Straße' jetzt durchaus doppelsinnig ge-meint, Straße als Verkehrsweg und Straße als Metapher der aufihr stattfindenden bedrohlichen Menschenansammlung.Haussmann selbst sagte, seine Absicht sei, die öffentliche Ruhezu sichern durch die Schaffung großer Boulevards, die nicht nurLuft und Licht zirkulieren lassen, sondern auch Truppen, und die,durch wundersames Zusammentreffen von Umständen und Wir-kungen, das Volk ruhiger machen und weniger disponibel für denAufruhr( 68).

Straßen als Wohnung des Kollektivs( Herrschaft III)

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Damit bin ich beim letzten Punkt meiner idealtypischen Kon-struktion oder doch besser wohl: historischen Typologie ange-langt: bei Versuchen nämlich, die mit Hilfe der Straße und aufder Straße, beides im technischen Sinne gemeint, durchgesetztepolitische und kulturelle Macht der herrschenden Klassen zu bre-chen durch Wiederaneignung der Straße." Straßen sind die Woh-nung des Kollektivs", schreibt Benjamin." Das Kollektivum ist einwaches, ewig bewegtes Wesen, das zwischen Häuserwänden soviel

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