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spezifisch- bonapartistische Manier des Pariser Haussmann, lange,gerade und breite Straßen mitten durch die enggebauten Arbeiter-viertel zu brechen und sie mit großen Luxusgebäuden an beidenSeiten einzufassen, wobei neben dem strategischen Zweck derErschwerung des Barrikadenkampfes noch die Heranbildung einesder Regierung abhängigen, spezifisch- bonapartistischen Bau-proletariats und die Verwandlung der Stadt in eine reine Luxus-stadt beabsichtigt war. Ich verstehe unter' Haussmann' die allge-mein gewordene Praxis des Breschelegens in die Arbeiterbe-zirke."( 63)
von
Ganz ähnlich dann die Interpretation Walter Benjamins, der inseinem Essay über" Paris, die Hauptstadt des XIX. Jahrhunderts"einen eigenen Absatz hat über" Haussmann oder die Barrikaden":" Haussmanns urbanistisches Ideal", schreibt er," waren die per-spektivischen Durchblicke durch lange Straßenfluchten. Es ent-spricht der im XIX. Jahrhundert immer wieder bemerkbaren Nei-gung, technische Notwendigkeiten durch künstlerische Zielsetzungenzu veredeln."( 64) Schivelbusch betont stärker die technische Not-wendigkeit: verschiedene Stadtteile verkehrsmäßig miteinander zuverbinden( nachdem sich der Verkehr durch das neue Institut derEisenbahn auch in den Straßen so gewaltig hebt)( 65), und vorallem: die verschiedenen Kopfbahnhöfe( 66).
Bei Benjamin war von der Neigung die Rede," technische Not-wendigkeiten durch künstlerische Zielsetzungen zu veredeln. DieInstitute der weltlichen und geistlichen Herrschaft des Bürgertumssollten, in den Rahmen der Straßenzüge gefaßt, ihre Apotheosefinden, Straßenzüge wurden vor ihrer Fertigstellung mit einem Zelt-tuch verhangen und wie Denkmäler enthüllt. Die WirksamkeitHaussmanns fügt sich dem napoleonischen Imperialismus ein.(...)Der wahre Zweck der Haussmannschen Arbeiten war die Siche-
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