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Probleme der Gegenwartsvolkskunde : Referate der Österreichischen Volkskundetagung 1983 in Mattersburg
(Burgenland)
Entstehung
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wohner derselben vor dem furchtbaren Geschrei ihr eigenes Wortnicht mehr hören..."( 19), und von anderen Bürgerbelästigungen sprichtanschaulich dieser Leserbrief von 1856:" Daß z. B. in derneuen Straße ein Sattlermeister die Straße in der Nähe seinesHauses zu beiden Seiten, theils als Werkstatt, theils als Remisefür sich in Anspruch nimmt, daß auf den Straßen und TrottoirsSchweine und Kälber geschlachtet, daß Stühle mit Kartoffeln,Rettigen, Salat u.s.w. zum Verkaufe oft an den engsten Theilen derStraßen ausgestellt werden, daß Wägen und Chaisen stehen bleibenu.s.w., daß in den lebhaftesten Straßen Fuhrleute und Boten auf-und abladen, als wäre da das Lagerhaus, und ihre Wägen, sammtKetten, Wagen- und Ziehscheiten, für 6-10 Pferde, halbe Tagweisedort stehen lassen, daß vor den Schenkwirtschaften bespannte Fuhr-werke oft stundenweise ohne alle Aufsicht halten, daß auch Reit-pferde vor solchen Wirthschaften oft stundenweise angebundenstehen, so daß die Fußgänger in der Mitte der Straße zu gehen ge-nöthigt sind, daß durch solche Fuhrwerke und Pferde der Zugangnicht blos in diese Wirthshäuser selbst, sondern auch in die be-nachbarten Häuser entweder gesperrt wird, oder mit wahrer Gefahrzwischen Fuhrwerken und Pferden, deren Stränge losgemacht sind,hindurch bewerkstelligt werden muß. Das Alles sind Verfehlungengegen die Straßen- Polizei, welche noch beseitigt werden müssen,wenn auch nur den gewöhnlichsten Anforderungen an dieselbe ge-nügt werden soll."( 20)

Die Klagen in der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Stutt-gart unterschieden sich zur nämlichen Zeit kaum von denzitierten:" Der Straßenkot von Stuttgart, diese ewige Qual unsererStadt, die immer wiederkehrt, so oft nur einige Tage Regen oderTauwetter eingefallen, ist ein Thema, das schon hundertmal aufsTapet gebracht, doch nie genug besprochen werden kann."

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