Lösung soziokultureller Probleme mitzuwirken.
Daß die Volkskunde dies will, hat die Tagung in ihrer interdiszi-plinären Ausrichtung bewiesen. Die insbesondere in den Diskussio-nen erörterten Ansätze gilt es nun konsequent zu verfolgen: wenndies geschieht, braucht einem um die Zukunft der Hausforschungim besonderen und der Volkskunde im allgemeinen nicht bange zusein.
Von Helmut Eberhart:
" Bewahren"
und" Neugestalten".
Gedanken zur Zusammenarbeit zwischen Volkskunde und Architektur
Die Österreichische Volkskundetagung in Feldkirch im September1980 fand erstmals unter gemeinsamer Beteiligung von Volkskund-lern und Architekten statt. Obwohl das Thema Hausforschung inÖsterreich alle Hausformen vom Bauernhaus bis zum ArbeiterBürgerhaus umfaßt, stand ersteres doch im Vordergrund, weshalbsich meine Ausführungen gerade mit diesem Problem auseinander-
setzen.
Einmal mehr zeigte sich, wie unerläßlich und notwendig eine Zu-sammenarbeit dieser beiden Disziplinen wäre. Dies würde abereinen intensiveren Kontakt zwischen den beiden Gruppen voraus-setzen, der derzeit leider nicht gegeben ist. Es wäre daher reinorganisatorisch notwendig, in jedem Bundesland einen kleinen, aberaktiven Arbeitskreis zu bilden, in dem die zuständigen Fachleutejeder Disziplin sich zu einem Meinungsaustausch und zu konstruk-tiver Arbeit finden könnten. Ich bin mir allerdings der Schwierig-keiten gerade von volkskundlicher Seite her wohl bewußt, da esrein personell in Österreich nicht möglich ist, einen oder garmehrere Vertreter unseres Faches in jedem Bundesland zu finden,die in Sachen Hausforschung kompetent sind; es müßte hier zueiner Art Regionalvertretung in diesen Arbeitskreisen kommen,die seitens der Volkskunde jeweils mehrere Bundesländer mitein-schließen würde.
In den theoretischen Diskussionen in Feldkirch ist es scheinbar ge-lungen, eine breite Übereinstimmung zu finden. Man war sich also
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