HAUSFORSCHUNG UND ARCHITEKTUR IN
DER SCHWEIZ
ZUR DEKADENZ EINER WECHSELBEZIEHUNG
Von David Meili, Zürich
Wer sich heute auf den Hauptverkehrsachsen der Schweiz bewegt,wird nurmehr diskrete Reste der traditionellen Hauslandschaft undschon gar keine Spuren einer traditionsorientierten Gegenwarts-architektur entdecken. Selbst im voralpinen und alpinen Raum prä-gen Bauten aus Beton, Stahl und Glas das Siedlungsbild. Die um-wälzende wirtschaftliche Entwicklung des vom Zweiten Weltkriegverschonten Landes hat zu einer nahezu vollständigen Überlagerungtraditioneller Bauformen wie Bindungen geführt. Selbst was dernaive Tourist als" swiss chalets" oder" Heidiland" zu erfahrenglaubt, ist seinen Ursprüngen längst entfremdet. AlthergebrachtesKulturgut findet sich allenfalls noch in einigen wenigen Rückzugs-gebieten wirtschaftlich schwacher Kantone.
Dennoch stellen die ausgesprochen vielfältigen und fein differen-zierten Hauslandschaften der Schweiz gestern wie heute ein Faszi-
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