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Gegenwärtige Probleme der Hausforschung in Österreich : Referate der Österreichischen Volkskundetagung 1980 in Feldkirch
(Vorarlberg)
Entstehung
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M. Rudolph Greiffenberg bezeichnete" Mittellabenhaus" auf. Indiesem läuft der Mittelflur nicht mehr durch das ganze Haus( umin den Mittelgang des Wirtschaftsgebäudes zu münden, wie diesesim" Einhof" der Fall ist), sondern der Flur hat sich zu Gunsteneiner Kammer oder vergrößerten Stube verkürzt.

Da es sich hier um eine Trennung von Wohn- und Wirtschaftsge-bäude, um einen" Paarhof" handelt, entfällt die Notwendigkeiteiner unmittelbaren Verbindung von Feuer- und Futterhaus.Unser ehemaliger Assistent, Museumsdirektor auf Schloß Bruck,Alois Ebner beschrieb und untersuchte in seiner Dissertation wei-ters das Osttiroler" Giebelflur- bzw. Giebellabenhaus

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Haiden" 18)

Es hängt zweifellos, wie auch das von unserem InstitutsmitgliedFrau Linde Menardi untersuchte Haus in" Ampezzomit der Hausform im südöstlichen Österreich zusammen.Beide Haustypen werden allerdings heute auch hier stark durchdas Mittelflurhaus verdrängt.

Die Forschung weiß das Mittelflurhaus vom Seitenflurhaus abzu-leiten. Für Tirol hat H. Wopfner diese Herkunft eindeutig bewiesen.Schon am Ende des Mittelalters, verstärkt im 16. Jahrhundert,hatte man nämlich den breiten Seitenflur in Anbetracht beengterWohnverhältnisse und zunehmender Bevölkerung, aber auch gestei-gerter Wohnansprüche, mit Kammern ausgebaut; an Stelle des" Flurs" war So nur noch ein" Gang" übriggeblieben. Bei Neu-bauten rückte dieser vollends in die Mitte.Während in den alten steingebauten Mittelflurhäusern vielfachauch Gasthöfen! des Oberinntals der Flur noch nicht in der Mittedes Hauses liegt und also den Übergang erkennen läßt, weisen die300 Jahre alten Holzhäuser im Unterinntal schon die Vollendungauf.

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Ein Blick ins Innere der Häuser läßt erkennen, daß die letztge-nannten auch im Inneren reichsten Schmuck aufweisen. Die Stube

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