nommen, daß sie durch" Addierung", durch Aneinanderfügen vonursprünglich für sich stehenden Einräumen entstanden sind.
Ein solcher Einraum ließ sich jüngst bei einer Begehung mit HerrnHeinz Mant in Alpbach, Unterinntal feststellen, bzw. aus demGrundriß eines abbruchreifen Bauernhauses herausschälen.
Sicherlich gibt es eine ganze Reihe solcher und mag der Vorgangso vor sich gegangen sein, wie ich ihn vor kurzer Zeit in meinemAufsatz: Die bäuerlichen Haus- und Hofformen in Tirol und ihre4)Ursprünge im Spannungsfeld der deutschen Hauslandschaft dar-legte.
Die nach Tirol einwandernden Alemannen und Bayuvaren hattenohne Zweifel das Haus- ich nenne es" Normhaus" der lex bay.u. alem. mitgebracht, sofern sie nicht schon jenseits des Limesmit der rätischen( romanischen) Hausform in Berührung, um nichtzu sagen, in Beziehung traten.
Auf alle Fälle scheinen sich die Bayern in der Folge der fürdas Gebirge angepaßteren( rätoromanischen) Hausformen bedientzu haben. An Stelle des in Ständerkonstruktion errichteten Ein-raumes als großen Vielzweckraum unter gewohntem steilen Stroh-oder Schilfdach, bauten nun auch die Bayern mehrere kleine block-gefügte Hütten nebeneinander, deren Eingang durch ein weit aus-ladendes Vordach geschützt war. Da ihnen Stroh und Schilf invielen Fällen fehlte, wohingegen Schindeln aus Fichten oderLärchenholz leicht zu beschaffen und den Rätern schon lange be-kannt waren, entschieden auch sie sich für das steinbeschwerteSchindeldach, umso mehr, als das flachgeneigte Satteldach denSchnee festhielt und damit zugleich Wärme speicherte. Die vomsteilen Dach abrutschenden Schneemassen hätten hingegen dieHütten gefährlich eingefeuchtet. Das weit ausladende Vordach desSatteldaches schuf außerdem eine wettergeschützte Vorhalle, eine" Laube", eine" ubizwa", wie sie im Gotischen beschrieben wurde,
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