amtsbeschreibungen heben diesen häufig hervor. Nachträglich wurdeer vom Blockbau, in der Regel mit Schwalbenschwanzstrick, fastgänzlich verdrängt. Als Dachhaut herrscht von einigen neuzeit-lichen Deckungsarten abgesehen, fast ausschließlich das" Schar-dach" vor. Es ließ eine Anhebung der Dachneigung zu, welche an-gesichts der Niederschlagshäufigkeit, auch im Sommer wir befin-den uns in einem ausgesprochenen Staugebiet in der Nordabdachungder Alpen sehr erwünscht war.
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Ansonsten haben wir es mit einem Pfettendach zu tun. Allerdingsgibt es wieder insoweit eine Differenzierung, als der" HintereBregenzerwald" noch vielfach wegen der Schwere der Schnee-lasten ein Pfettendach mit Firstpfettenpaaren, der" Vordere Wald"hingegen mit seinem steileren Dach nur eine Firstpfette aufweist".Als Hofform ist der" quergeteilte Einhof" üblich.
In meinem Vortrag bin ich von den einfachsten Hausformen ausge-gangen, die wir noch in den Walsertälern antreffen und habe inweiterer Folge mit der Darstellung der Hausformen in den Vorarl-berger Landschaften auch die Entwicklung in der Hauslandschaftaufzuzeigen versucht.
Der erste große Schritt war die Unterteilung der Rauchstube, diees zweifellos laut Schilderungen auch bei uns gab. Mit der Unter-teilung entstanden Stube und Küche und gleichzeitig unser" Flur-küchenhaus". Als die Walser im 13. Jahrhundert in Vorarlberg ein-wanderten, muß die Herausbildung dieses Grundrisses gerade imvollen Gange gewesen sein. Die Nennung von" Stuben am Arlberg",1234, an Stelle der älteren" Kemenaten", mag dafür als sympto-matisch angesehen werden. Noch im 19. Jahrhundert scheint esaber in abgelegenen Gebieten, wie z.B. in den Walsertälern Ur-formen gegeben zu haben.
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