typische Walserhäuser.
Von diesen wird das" Montafonerhaus" in der regionalen Hauskundeüblicherweise dadurch unterschieden, daß es im Flur und in derKüche gemauert ist. Man spricht in diesem Zusammenhang vom" Steingaden" und versteht unter Gaden den gemauerten Hausteil.Gleichzeitig wird durch die verschiedenen Baumaterialien ein sehrinteressanter, malerischer und vor allem charakteristischer Effekterzielt. Er findet in der anschließenden Schweizer Landschaft seineFortsetzung. Man spricht hier vom Gotthardhaus
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Die für das Montafon typische und malerische kontrastreicheSymbiose von Stein- und Holzbau gab der kunstbegabten und-geübten Talbevölkerung dadurch zusätzliche Verzierungsmöglich-keiten, die sie in großartiger Weise zu nützen verstand. Erfreulich,daß dieses gelegentlich auch heute geschieht, sodaß das Montafonnoch sehr stark eine einheitliche Hauslandschaft aufweist.Besonders lohnt sich der Blick in die wunderschöne Montafoner-stube; sie ist in der Regel barock gestaltet, wenngleich der künst-lerisch hochwertig eingelegte Montafonertisch der Renaissance zu-geordnet gehört; Schwarzwalduhr und Empirediwan kennzeichnensie ebenfalls. Die biblischen Haussprüche erinnern an die Nachbar-schaft zum reformierten Graubünden. Ganz allgemein wird manfeststellen, daß die Renaissance für viele Teile Vorarlbergs vomMontafon und Hinteren Bregenzerwald mit ihren im Ausland tätigenBauschulen abgesehen für lange Zeit die letzte wirtschaftlicheBlüteperiode darstellte.
Erst mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert ging es wiederaufwärts, was auch im verbreiteten Biedermeiereinschlag zum Aus-druck kommt.
Für die Wohnkultur entscheidend ist aber bereits das Vorhanden-sein des" Eckflurs" im Montafonerhaus.
Im" Steingaden" findet sich bereits eine klare Trennung zwischen
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