aus Damüls, der im Laufe seines langen Lebens bei vielen Ab-brüchen dabei war und dessen Schilderungen der hervorragende,von der Münchner Schule um Friedrich Jummersbach angeregteArchitekt und volkskundliche Vorarlberger Hausforscher GeorgBaumeister aufnahm, in dem er von Wohnstätten berichtet," dieeinräumig waren und bei welchen man außerhalb am Giebel überhölzerne Nägel ins Oberhaus gelangte, das aus einem niedrigen,beiderseitig abgeschrägten Raume bestand, wo die ganze Familieschlief" ³)
Solche Wohnverhältnisse bildeten sicherlich damalsschon ausgesprochene Rudimente. Daß sich alte Leute an solcheerinnerten, stellte ich aber selbst noch fest. Auf den Maisäßendürften sie sich vereinzelt am längsten gehalten haben.
Man wird diese Art Hausform, an R. Weiss anschließend, als" Speicherhaustyp", bezeichnen, der auch in Wallis vielfach anzu-treffen ist.
Die am letzten Tage der Tagung geplante Exkursion auf das MaisäßMontiel im Montafon wird uns ebenfalls noch altertümliche Archi-tektur erkennen lassen. Von größter Bedeutung für die WalserHeimatstätten" auf den höchsten Höhinnen", wie sich die Urkundenhäufig ausdrücken, also jenen an der oberen Grenze der Ökumene,waren natürlich Stube und Stubenofen. In einer Welt, in der min-destens fünf Monate im Jahr Winter herrschte und herrscht, warein" Raum mit künstlichem Klima" von lebens- und wirtschafts-entscheidender Bedeutung. Bei der Walsereinwanderung waren nochnachweisbar" Kochöfen mit Rauchstuben" üblich und hielten sichauch noch in der Folgezeit. Dieses war allgemein in den ärmerenTälern, zu denen auch die Walsertäler zählten, der Fall, auchwenn der raucherfüllte Ein- und Vielzweckraum eine nach Ab-lösung heischende Belastung darstellte. In einer wie oben geschil-derten Behausung war er sicherlich noch im 19. Jahrhundert anzu-treffen Nicht ohne Grund habe ich mich deshalb mehrfach
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