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Weidenkranz auf den Baum warfen( s. Weide). Sie galtals hochgeschätzte Heilpflanze und als wichtiges Antaphro-disiacum, wird schon von Walafried Strabus geschildert, sehroft von Albertus Magnus erwähnt. Sie wurde an ersterStelle in Klostergärten kultiviert. Man stellte den vinumrutae aus ihr her, der den Mönchen gegen die Gliedsteifheithalf. So meint Bock( XXVII):„ Weiter ist die Raute der-art, daß sie den Harn treibt, tilgt aber auch, stets genossen,die Natur der ehelichen Werke. Das sollten alle Kloster-und Ordensleute, welche keusch sein wollen und Reinig-keit zu halten vermessentlich geloben, stets in ihre Speiseund Trank gebrauchen.". Und ebenso Mattioli( 307 B):„ Raute in die Speise gewürzt, verschwendet die unkeuscheFeuchtigkeit." Mit grünem Lorbeer zerquetscht, wurdesie als Pflaster auf die heimlichen Glieder der Männer undFrauen gelegt, um den Schmerz der Geschwülste zu lin-dern. Raute wird auch im Liebeszauber verwendet,zunächst als Gegenmittel: man läßt Raute mit einemQuentlein Tyriack in einer Zwiebel braten und giebts demBezauberten zu essen( Staricius Heldenschatz V 375); dannals höllisches Zaubermittel selbst, die Liebe eines Weibes Glossar ::: zum Glossareintrag Weibeszu gewinnen. In einer alten Handschrift des XVI. Jahr-hundert heißt es: man gehe vor Sonnenaufgang zu einerRaute, beharne sie im Namen der Geliebten, bestreue siemit Salz, ebenso nach Sonnenuntergang. Dann grabe mansie mit ganzer Wurzel aus, trage sie nach Haus, werfe siein die heiße Asche und spreche dabei: ,, El. El. Omel! Dieihr die Meister der Liebe seid, ich beschwöre euch, ichbefehle euch, wie diese Raute in Asche verbrennt, daß ihrso den Sinn der N. in Liebe zu mir entbrennen läßt, daßsie keine Ruhe hat, bis sie mir zu Willen ist."
Kampfer( Camphora). Der Kampfer, der aus Wur-zeln, Zweigen, Blättern des Kampferbaumes in Japan undChina gewonnen wird, gilt von alters her als gutes Anta-phrodisiacum. Er wurde mit Erfolg gegen den Priapismusangewendet. Daher der Spruch der alten Salernitaner Schule