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Kleider der Vorübergehenden, besonders der Frauen, der„ Fotzen"( pars pro toto! vgl. Faule Fotzen, Colchicumautumnale) an. Vielleicht auch erinnerte die Frucht andie vulva mit rauhen, stachelnden Haaren.
VII.
Mutterkräuter:
Nabel-, Glied-, Schloß-, Kröten-, Bär- Kräuter.
Einleitung.
Dieser Abschnitt zählt diejenigen Kräuter auf, welchedie Volksmedizin für die Gebrechen der heimlichen Gliederverwendete. Nur die Kräuter, die einen jener Namenführen, werden hier berücksichtigt. Die Verwendung mancherKräuter wie die der Perchta- und Kamillenkräuter, die derBeifußarten, Bärlapp- und Bärwurzelpflanzen für dergleichenKrankheiten, reicht bis in altheidnische Glossar ::: zum Glossareintrag altheidnische Vorzeit zurück.
Nabelkräuter.
Die Nabelkräuter erhielten ihren Namen meist vonder Gestaltung der Blätter, die sich wie eine Nabelhöhlungum den Stengel, der gewissermaßen durch die Blätter ge-wachsen ist, legen; ferner von den abgeplatteten, rundenWurzelknollen oder Samenkörnern. Sehr oft bewirkte dannder Name, daß man die Pflanze zur Heilung von Nabel-gebrechen verwendete. Es ist die alte Volksvorstellungsimilia similibus zu kurieren. Andererseits gilt der Nabelvon alters her beim Volke als Sitz der Unkeuschheit undLiebesgelüste. Diese sexuelle, erotische Bedeutung desNabels rührt wohl daher, daß er der Geburtsstrang ist.Oft wird der Nabel den kleinen Mädchen sogar als Ortangegeben, aus dem die kleinen Kinder kommen.( SieheErgänzungsband). Nabel heißt auch die ganze Umgebung
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