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Wurzel Dudaim( ,, Liebeskraut"), aus welcher Laban Haus-götzen schnitzte, soll unsere Mandragora gewesen sein( Joseph. Antiqu. jud. I, 31). Sie war es, die Ruben aufdem Felde fand und die sich Rahel wünschte, um JakobsLiebe und ihrem Leibe Fruchtbarkeit zu schaffen, was ihrauch gelang( I. Mos. 30, 14). Im Hohenlied( VII, 13) wirddie Dudaim( fälschlich„ Lilien") als starke wohlriechendePflanze erwähnt. Der Zusammenhang läßt auf eine Pflanzeschließen, die den Liebenden wertvoll ist und deren Dufteinen süßen Liebesrausch gibt. In der Tat wächst dieAlraunpflanze in Palästina in großen Mengen wild. Nachanderen soll die Dudaim die Banane( Paradiesfeigenbaums. S. I, 98) oder die Ginsengwurzel der Japaner( Ingwer)gewesen sein.Ferner soll Salomon ihre menschen-in seinem Zaubersiegelring getragenhaben. Auch hat man die von Josephus erdichtete Baaras-Wurzel, die da schreit, wenn sie ausgezogen wird, für dieMandragora gehalten.
ähnliche Wurzel
Aber auch bei den Arabern galt und gilt nochheutigen Tages die Alraunwurzel als wichtiges Aphrodisi-acum. Der Geruch ihrer Blumen wie der Geruch ihrerFrüchte reize Männer wie Frauen, erwecke Liebe in ihnenund befördere die Fruchtbarkeit. Wegen ihrer zur Wollustreizenden Kraft wurde sie ,, Satansfrucht"( Tuphach- elscheitan)genannt. Der arabische Arzt Rapel berichtete, daß erselber eine Frau gekannt, die nur durch den Geruch derMandragora schwanger geworden sei. Auch von den altenAegyptern wurde die Alraunwurzel verwendet( vgl.Papyrus Ebers).
Die Griechen sahen in der Mandragora jene Zauber-wurzel, die schon Circe benutzt hatte(= Kirkäa), um dieMenschen in Schweine zu verwandeln. Pythagoras nenntsie wegen ihrer menschenähnlichen Gestalt anthropo-morphos"( menschlich gestaltet). Man verwendete diePflanze zu Liebestränken. Aphrodite hieß daher Mandra-goritis. Das Kraut soll aber eher lähmen und betäuben