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VI. Die Entfernung von Tatauierungen.
6. Enttatauierung durch Mobilisation der Farb-körner durch ultraviolette Strahlen. Meirowskyhat versucht, durch intensive Finsenbestrahlung Tatauierungenzu entfernen. Er sagt darüber:„ Das Finsenlicht wirkt also aufdie tatauierte Haut in der Weise, daß es die Haut nekrotischmacht und erst dadurch den tief im Corium liegenden Farb-stoffkörnchen den Austritt durch die Oberfläche ermöglicht."Der Erfolg ist jedoch unsicher und befriedigt nur bei kleineroberflächlicher Zeichnung. Die Methode hat darum nie An-hänger gefunden.
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7. Enttatauierung durch Überdecken der Farb-körner. Bailliot berichtet über Versuche, mit feinem weißenEmailpulver nachzutatauieren und so die tiefer liegenden Farb-körner unsichtbar zu machen.„ Die lokale Entzündung warimmer fast null, die Emailteilchen eliminierten sich promptund ließen darunter die farbige Zeichnung intakt." Auf dergleichen Überlegung beruht das Verfahren von Stern. Ernimmt als Deckmaterial: Milch, Alkohol( 96%), Zinkoxyd undweißes Wachs zu gleichen Teilen. Die Haut wird desinfiziert.Auf die Tatauiernadeln wird der Brei gebracht und diese festeingestoßen. Meist sind mehrere Sitzungen nötig, die sich nachacht Tagen folgen. Es soll keine Narbe entstehen und dieFarbe kaum mehr sichtbar sein. Die InstrumentenhandlungMax Hofmann in Nürnberg bringt für diesen Zweck Nadel-bündel in verschiedener Form in den Handel. Ich habe mitdieser Methode nie befriedigende Resultate erzielen können,da bei leichter Anwendung die Abdeckung ungenügend blieb,bei energischem Vorgehen aber ein Schorf entstand, der auchdie Wachsteilchen wegschwemmte.
8. Enttatauierung durch Verdauung. Ohmann-Dumesnil hat 1893 im„ New- York med. Journal" eine vonDr. Dupuy in den indischen Archipelen ausprobierte Methodeveröffentlicht, durch die er angeblich mit Hilfe des Verdauungs-prozesses im Gewebe Tatauierungen beseitigt. Die Haut wirdmit Wasser und Seife gewaschen. Ein Bündel von 5 bis 10feinen Nadeln wird in Glycerole of papoid( Johnson and John-son, New York) getaucht und die Figur damit nachtatauiert.Einige Teile müssen zweimal bearbeitet werden. Es trete wederSchwellung noch Entzündung auf, weil die Lösung nicht reizendsei. Er erklärt die Wirkung mit folgenden Worten:„ Das ver-