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I. Entstehung und Psychologie des Tatauierens.
lichen Inseln der Karolinen bildet ein sehr charakteristischesnationales Merkmal"( Kubary).
Für die nordafrikanischen Eingeborenen ist von Douttéund Bertholon auf das Vorhandensein von Stammestatau-ierungen hingewiesen worden.
Außer unseren Kantonswappen haben die tatauierendenVölker uns auch vielfach unsere Vereinsabzeichen vorweg-genommen. So haben die auf den mikronesischen Inseln sehrbeliebten und verbreiteten Geheimbünde oft auch ihre spezielleTatauierung( Kubary). Von den Nukahivern erzählt Krusen-stern:„ Die Mitglieder dieses Klubs unterscheiden sich durchverschiedene auf ihren Körper tatauierte Zeichen."
Bei den die Tatauierung besonders pflegenden und ent-wickelnden Maori auf Neuseeland konnten die kunstvollen Ge-sichtsschnörkel sogar zur Rekognoszierung des einzelnen In-dividuums dienen, weil eben jeder Mensch seine spezifischeMarke im Gesicht trug.„ Maoris, die von Weißen aufgefordertwurden, ihre Unterschrift unter irgendein meist ihnen Unheilbringendes Schriftstück zu setzen, malten, da sie des Schreibensunkundig waren, einfach statt dieser oder statt dreier Kreuzeeinen Schnörkel hin, der die charakteristische Tatauierung inihrem Gesicht wiedergab"( Joest). Ähnliches berichtet Pallasvon den nordländischen Ostjaken. Sie haben in den Trubut-büchern das nämliche Zeichen, das ihnen auf dem Handgelenkeintatauiert ist. Dieses Zeichen gilt bei ihnen wie bei anderenschriftunkundigen Völkern Sibiriens auch gerichtlich als ihreUnterschrift( Abb. 1).
Nach Finsch ist es auf einigen melanesischen Inselnüblich, daß hervorragende Tatauierkünstlerinnen ihr Zeichengleichsam als Schutzmarke miteingravieren.
Von Buschan ist zu lesen:„ Bei den Haussa( Westafrika)vermag man aus den Tatauierungszeichen herauszulesen, welcherStadt sie entstammen und welches Gewerbe sie betreiben."
Bezeichnungen mit Symbolen des Berufes sind in Europaüberall häufig anzutreffen. Man sieht den Anker auf Matrosen,Schere und Bügeleisen auf Schneidern, Hammer und Amboẞauf Schmieden usw. Tatauierung ist bei uns also oft ein be-liebtes Zeichen der Berufszugehörigkeit.
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Da bestimmte Muster und Tatauierarten für bestimmte Stämmebezeichnend sind, gaben sie Anlaß zu Studien über Wanderungen,