Heft 
128 (2025) 1
Einzelbild herunterladen
 

144ÖZV, LXXIX/128, 2025, Heft 1Michael Krüger und Markwart Herzog(Hg.): Schwimmenund Baden in Geschichte, Kultur und Gesellschaft.Ergebnissedes 10. Symposiums der Deutschen Arbeitsgemeinschaftvon ­Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e. V.(DAGS) sowie der 16. Irseer sporthistorischen Konferenz vom20. bis 22. Mai 2022 in Irsee. Hildesheim: arete Verlag 2024,240 Seiten, zahlreiche, zumeist farbige Abbildungen.Wenn man in Österreich sagt, dass man badet, dann kann das ­heißen,man geht schwimmen, es kann aber auch heißen, man will der Hygi -ene und Entspannung frönen und sich in eine Badewanne legen. Füreine österreichische Leserschaft muss man zu Beginn klarstellen: Diefächerübergreifend angelegte TagungVon der Schwimmkunst zumBadevergnügen und Schwimmsport, deren Ergebnisse hier zusammen -gefasst sind, behandelte ausschließlich die Kunst des Schwimmensalsuniverselles Kulturgut und alte Kulturtechnik. Der Veranstalter,die DAGS, ist ein gemeinnütziger Verein, der Sammlungen und For -schungen zur Sportgeschichte fördert. Zehn Beiträge von Autor*in -nen unterschiedlicher Fachrichtungen aus Deutschland, der Schweizund Norwegen beleuchten das Thema aus vielfältigen, hochinteres-santen Blickwinkeln in drei Kapiteln:Von der Faszination des Schwim-mens und Badens,Vom Nicht-Schwimmen und RettenundVon Bädernund Schwimmstadien.Fabian Brändle forschte in Schweizer Biografien zu Erinne-rungen ans Baden und Schwimmen und der Bedeutung dieser Frei -zeitbeschäftigung für die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen.Anne-Kathrin Kilg-Meyer stellt eine Pionierin des Frauenschwimm -sports, Gertrude(Trudy) Ederle, vor. Diese bezwang 1926 als ersteFrau den Ärmelkanal.Um die Beschreibung psychischer und physischer Vorgängebeim Schwimmen in natürlichen Gewässern ging es in vielen Büchernseit den 1990er Jahren. Imke Lichterfeld analysiert zwei in Englanderschienene Publikationen über das sogenannte wilde Schwimmen imUnterschied zum Schwimmen in einem Schwimmbecken.Dagmar Dahl und Åsa Bäckström untersuchen anhand vonfünf Büchern aus dem anglo-amerikanischen Sprachgebiet(RogerDeakin: Waterlog. A swimmers journey through Britain, 1999; Joe