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128 (2025) 1
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118ÖZV, LXXIX/128, 2025, Heft 1veränderten gesellschaftlichen Bedingungen verschieben. Besondershervorzuheben ist sein konsequenter Fokus auf die Überlieferungs -träger*innen auf jene Akteur*innen, deren musikalisches Handelnfür ihn im Zentrum stand. Volksmusik verstand er dabei vor allemals musikalische Formensprache, weniger als ein sozial gebundenesAusdrucksphänomen.Deutschs wissenschaftliches Erbe ist bis heute anschlussfä -hig. Aktuelle ethnologische Forschungen, die lokale Alltagskulturenin überlokale Zusammenhänge stellen, knüpfen vielfach an seineAnsätze an auch wenn der Fokus heute verstärkt auf Deutungs-,Erfahrungs- und Handlungsrahmen in der europäischen Moderneliegt. Seine Definitionen, Thesen und methodischen Zugänge zuregionalen Kulturen leisten weiterhin einen wichtigen Beitrag zumgegenwärtigen Ausverhandeln ethnologischer Forschungsfelder.irene eggerBericht zur zum 35. Österreichischen MuseumstagDauernd neu? Dauerausstellungen und ihre Beziehungenzur Öffentlichkeit und 9. ICOM CECA Konferenz,Wien Museum, Wien, 9. bis 11. Oktober 2024Der Österreichische Museumstag 2024 widmete sich den Dauer- undHauptausstellungen im Wien Museum, das seine DauerausstellungWien. Meine Geschichtemit freiem Eintritt im Dezember 2023 neueröffnet hat. In einem chronologischen Rundgang werden hier The -men wie Arbeit, Wohnen, Verkehr, Zuwanderung und Ökologiemit Bezügen zu historischen und heutigen Lebenswelten erfahrbar.Interaktive Formate und taktile Objekte sind in allen Bereichen mit -gedacht. Ein idealer Ort, um über die Dauerausstellungen alskom -pliziertes Medium des Museums zu diskutieren und Lösungsansätzezu besprechen.Dem eigentlichen Museumstag vorgelagert ist seit Jahren dieICOM CECA Konferenz(ICOM CECA Austria InternationalesNetzwerk für Kulturvermittlung), die zum nunmehr neunten Mal