Heft 
59 (2024) 4
Seite
14
Einzelbild herunterladen
 

14WA S I S T L O S I M V E RE IN?Unterwegs mit dem VereinOtto Wagner Areal, ­AußenraumDi, 22.10.2024, 15.30 UhrUnterwegs mit dem VereinWiener Aktionismus MuseumMi, 13.11.2024, 17.00 UhrGunda Cuba aus dem Kreis der Mitarbei-terinnen der AG Schneeball unternimmtmit Interessierten einen Spaziergang durchdas OWA und erzählt dabei Spannendesüber die Entwicklung der Psychiatrie, überdie Baugeschichte derNiederösterreichi-schen Landes-Heil- und Pflegeanstalt fürGeistes- und Nervenkranke am Steinhofund über die Architekten Carlo von Boog,Franz Berger und Otto Wagner. Die Tourbeginnt beim Direktionsgebäude, führt zumJugendstiltheater, zur Küche und zur Kircheam Steinhof. Am Beispiel des Pavillons derzentralen Küche wird deutlich, dass dieAnstalt von Anfang an selbstversorgend undautark funktionierte, da es für dieArbeits-therapie der Patient:innen Beschäftigungs-werkstätten gab. Als zur Entstehungszeit(Eröffnung 1907) größte und modernsteHeil- und Pflegeanstalt Europas diente sieals Vorbild für viele andere Einrichtungen.Heute steht die Anlage unter Denkmalschutz,inklusive der Umfassungsmauer und demGrünraum. Nachdem die Übersiedlung derpsychiatrischen Abteilungen schrittweisebis 2023 stattgefunden hat, mieten sich nununterschiedliche Institutionen in leerste-hende Pavillons ein. So auch das Volkskun-demuseum Wien in den Pavillon 1 währendder Sanierung des Museumsgebäudes in derLaudongasse.Das Volkskundemuseum Wien beteiligt sichheuer an einem Mentoringprogramm vonkulturen in bewegung(Kultur-­Abteilungdes Wiener Think-TanksVienna Insti-tute for ialogue and Cooperation VIDC).Dabei werden Künstler:innen und gene-rell ­Personen aus Diaspora Communitiesverstärkt in den lokalen Kunst- und Kultur-betrieb eingebunden. Die Mentee MariyaTsaneva realisiert mit dem Volkskundemu-seum ein Projekt gemeinsam mit bulgari-schen Kindern und Jugendlichen. Darüberhinaus ist sie als Vermittlerin im Wiener­Aktionismus Museum(WAM) tätig und lädtInteressierte zu einer Führung ein.Mit dem im März 2024 neu eröffnetenMuseum bekam die in den frühen 1960er und1970er-Jahren stattgefundene performa-tive Kunstrichtung erstmals eine dauerhafteAdresse. Dabei wird die kunsthistorischeund gesellschaftspolitische Entwicklung desWiener Aktionismus auch inter- und trans-disziplinär aufgearbeitet und neu kontextua-lisiert. Spannend zu sehen, welchen Einflussdies auf die zeitgenössische Rezeption hat insbesondere in Bezug auf emanzipato-rische und feministische Debatten. Denndas Spannungsfeld, in dem sich der WienerAktionismus damals bewegte, ist aufgrundder derzeitigen gesellschaftspolitischenEntwicklungen aktueller denn je.Treffpunkt: 15.30 Uhr, Autobushaltestelle 48AOtto Wagner Areal(ehemals Klinik Penzing)Dauer: ca. 60 Min.Kosten: 5,– pro Person/ kostenlos fürMitglieder im Verein für VolkskundeAnmeldung: volkskundemuseum.at/termineTreffpunkt: 16.45 Uhr, Aktionismus Museum Wien,­Weihburggasse 26, 1010 WienDauer: ca. 60 Min.Kosten: 10,–/ 5,– ermäßigt für Mitgliederim Verein für VolkskundeAnmeldung: volkskundemuseum.at/termine