Heft 
59 (2024) 4
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6SCHAUFENSTERBefore it gets betterAbschied und Aufbruch auseiner bröckelnden GegenwartEin Bericht vom Testplatzfür ein neues MuseumVor seinem Auszug aus dem GartenpalaisSchönborn hat das Volkskundemuseum Wienzum Abschied getestet, was ein Museumalles sein kann. Mit mehr als 300 Veran-staltungen hat before it gets better neueMöglichkeiten der musealen Nutzung undProgrammierung erprobt. Das Programm hatden Begriff des Museums gedehnt: wie weitkann man gehen und noch Museum bleiben,wie weit muss man gehen, um ein Museumder Zukunft zu sein?Angefangen haben wir damit, iversenund postmigrantischen Gruppen dasgesamte Erdgeschoss des Hauses zur Verfü-gung zu stellen. Dieses Angebot ist genutztworden. Ab Jänner 2024 fanden in den OpenSpaces& Galleries mehrere Ausstellungenstatt, auf einer Vielzahl an Veranstaltungenwurde diskutiert und vernetzt. Hier erzähltnicht mehr die Volkskunde etwas über dasVolk, sondern unterschiedliche Gruppenerzählen über sich und bestimmen selbstdie Form ihrer Sichtbarkeit. Wie offenkönnen wir sein, was lernen wir, was sinddie Chancen und Herausforderungen alsGastgeber:in? Was heißt es, wenn wir Ent-scheidungshoheiten abgeben? Wir wusstennicht, was stattfinden würde, die Entwick-lung des Programms haben wir bewusst denAkteur:innen überlassen.Nachdem die Gruppen vier Monatelang gearbeitet hatten, kam es zu einemWechsel in der Bespielung der Räume. Indie Spaces zog das Aktivismus Camp einvon der Klima Biennale Wien eingeladene