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Holzkirchen in Böhmen, Mähren und der Slowakei
Entstehung
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ANMERKUNGEN

Das Gebiet Schlesien/ Slezko, seit 1927 mit Mähren administrativ vereinigt, um-faßt das ehemalige österreichische Kronland Herzogtum Schlesien, ohne den1920 an Polen gefallenen östlichen Teil des Teschner Gebietes. Falls nicht an-ders angegeben, handelt es sich im Text um das Gebiet des ehemaligen Her-zogtums Österreich- Schlesien, resp. früheren Fürstentums Teschen.

In den tschechischen Ländern 58 erhaltene und 224 nicht mehr existierende, inder Slowakei 68( 224). Slowakei nach Angaben von S. Kovačevičová, Drevenékostoly na Slovensku, Narodopisný Věstník čsl. 8, 1972, S. 89, 90.- Diese An-gaben für die tschechischen Länder betrachten wir als Anzahl von bis jetzt fest-gestellten Holzkirchen. Das Verlorengehen vieler alter schriftlichen Quellen, aberauch Nichtbeachtung des Baumaterials in manchen existierenden Quellen undnicht zuletzt die Tatsache, daß Holzbauten auf einer Schwelle fast keine Spurenhinterlassen, vor allem wenn darauf in Stein gebaut wird, sowie viele Brände undKriege, lassen darauf deuten, daß es noch mehrere sakrale Holzbauten gab, alsheute schriftlich und archäologisch belegbar ist.

G. Wanner, Mittelalterliche Holzkirchen in Vorarlberg. Montfort 17, 1965, S. 408.V. Richter, Die Anfänge der Großmährischen Architektur, In: Magna Moravia,Praha 1965, S. 121.

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( Wie Anm. 3.) S. 404.

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Nach der von vielen zitierten Stelle aus der Vita Altmanni"- Lebensgeschichtedes heiligen Altmann, Bischofs von Passau( 1091).

( Wie Anm. 4.), S. 202–205.

Der erste bekannte Steinbau in Böhmen ist die Rotunde auf der Burgstätte LevyHradec aus dem Jahr 870. Archäologisch belegte Holzkirchen in Böhmenstammen aus dem 9. Jh.- siehe M. Solc, Kirche und Friedhof auf frühge-schichtlichen Wehranlagen in Böhmen, In.: Berichte über den II. InternationalenKongreẞ für Slawische Archeologie, Band III, Berlin 1973, S. 1973.

Holz blieb in vielen mittelalterlichen Städten ein wichtiger Baustoff für den Pro-fanbau. So gab es in Brünn im Jahr 1314 nur wenige Steinhäuser und im Jahr1351 zählte man in Olmütz sogar 585 Blockhäuser. Der Holzbau wurde in denStädten angesichts oft auftretender Brände eingeschränkt. Nach dem riesigenBrand von Pardubitz im Jahre 1507 ordnete Wilhelm von Pernstein z. B. an, daßman nur Steinhäuser mit einem Stockwerk bauen darf.- siehe A. Prokop, DieMarkgrafschaft Mähren II. Wien 1904, 387.

10 Aus dem Schätzungsformular eines Beamten namens Jean Magyi sind für unsPreise der Sakralbauten in Ungarn um 1490 erhalten geblieben. So wurde derPreis einer Holzkirche zwischen 3-6 Mark eingeschätzt. Kleinere Filialkirchenaus Stein bewegten sich zwischen 10-15 Mark, eine größee zwischen 25-50Mark. Zum Vergleich: ein Stier kostete 3 Mark- siehe H. Balogh, Les édificesde boisdans l'architecture religieuse Hongroise, Budapest 1964, S. 1920.11( Anm. 10.), S. 14.

12 Der von vielen Autoren vertretenen Ansicht wurde die erste Kirche imJahr 1177 gegründet. Der Sage nach ist sie von einer heidnischen Glossar ::: zum Glossareintrag  heidnischen Jungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag  Jungfraugestiftet wrden, welche den alten Götterglauben nicht habe aufgeben wollen,bis ihr an dieser Stelle die Himmelskönigin erschienen sei. Einige Autoren wiederfanden diese Sage als Fälschung. Das Braunauer Gebiet war lange Zeit Ziel-

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