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Holzkirchen in Böhmen, Mähren und der Slowakei
Entstehung
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HISTORISCHE ENTWICKLUNG

Die überlieferten Holzkirchen in der Tschechoslowakei befin-den sich hauptsächlich in Ostböhmen, Nordmähren, Schlesien so-wie in der Nord- und Nordostslowakei. Das heutige Vorkom-men ergriff das letzte Stadium dieser Erscheinung. Das Bild derVerbreitung und typologischen Vielfalt hatte in früheren Jahrhun-derten, genauso wie bei der profanen Holzarchitekur, ganz andereDimensionen. Von den festgestellten 622 Holzkirchen und Holzka-pellen existieren heute nur noch 126 Bauten.2 In Gegenden wofrüher fast ausschließlich Holzkirchen standen, gibt es heute nurnoch wenige. Das gleiche gilt für die Volksarchitektur. Dort, woman vor hundertfünfzig Jahren nur Holzhäuser baute, stehen ge-mauerte Siedlungen.

Die Entstehung, Verbreitung und Gestaltung der sakralen Holz-architektur wurde im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Fakto-ren beeinflußt. Die wichtigste Rolle spielten dabei geographische,klimatische, wirtschaftliche, ökonomische, soziale, historische, ge-sellschaftliche, religiöse und stilschaffende Bedingungen sowieder Traditionalismus. Diese Phänomene wirkten in den einzelnenGebieten und in verschiedenen Zeitabschnitten mit unterschiedli-cher Intensität und trugen zu einer differenzierten Entwicklung undtypologischen Vielfalt in den einzelnen Gebieten Böhmens, Mäh-rens, Schlesiens und der Slowakei bei. Es handelt sich um eineErscheinung, die einerseits mit der offiziellen Stilarchitektur, ande-rerseits mit der Entwicklung der volkstümlichen Holzarchitekturverbunden ist.

Zur Heidenzeit Glossar ::: zum Glossareintrag  Heidenzeit war Holz neben Ruten und Lehm der wichtig-ste Baustoff bei allen Völkern im nördlichen Europa. Aber auch diealten Griechen und Römer verwendeten Holz für ihre Sakral- undProfanbauten das Holzbauwesen repräsentierte nur eine kurzeEpisode in der Entwicklung dieser Kulturen. Später war es der me-diterrane Raum, von dem aus sich der Steinbau mit dem Christen-tum durchsetzte. Die Verbreitung der neuen Religion und derneuen Bauweise verlief aber nicht überall glatt und sofort. Die Re-präsentanten der katholischen Kirche mußten oft viel Diplomatieanwenden, wie dies aus der Weisung des Papstes Gregor I.

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