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Alte und neue Heimat : die Auswanderung der Burgenländer nach Amerika ; eine Ausstellung der Kulturabteilung des Amtes der Burgenländischen Landesregierung ; Katalog
Entstehung
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85) Großvater Spanitz mit Frau und Enkelkind in Gerersdorf.86) Hochzeitsbild der Eltern von Martin Spanitz mit Braut-

vater Coplay 1902.

87) Martin Spanitz mit Kameraden in den" Zementmühlen"

1928.

88) Türme der alten" Zementmühle" in Coplay 1969.89) Martin Spanitz mit Frau und Sohn, Coplay 1961.90) Eltern von Martin Spanitz, Gerersdorf 1936.91) Wohnhaus von Martin Spanitz in Coplay 1938.

92) Hutter von Martin Spanitz beim Besuch ihrer Kinder1940 in den USA.

93) Sohn von Martin Spanitz, 1953 in Korea gefallen.94) Martin Spanitz als Großvater.

K. DAS GEMEINSCHAFTSLEBEN DER BURGENLÄNDER IN AMERIKAAuch in der neuen Heimat war der Ausgangspunkt des Gemein-schaftslebens der Burgenländer naturgemäß die kinderreicheGroßfamilie; dazu noch die Verwandschaft, die Auswanderereines Dorfes. Als Kommunikationszentrum diente die Pfarre,die vielfältige Aktivitäten setzte. Anfänglich spielte dasBedürfnis nach sozialem Schutz bei der Gründung von Vereini-gungen die Hauptrolle. Typische Beispiele sind: der" ErsteBurgenländer Kranken- und Unterstützungs- Verein", für den1923 in New York der Grund gelegt wurde, und der sogenannte" Zweite Burgenländerverein", 1937 ebenfalls in New York insLeben gerufen. Mit der wachsenden allgemeinen sozialenSicherheit nach der New Deal verloren die Burgenländer-Vereinigingen diesen Selbsthilfe- Charakter und behieltennur ihre land mannschaftliche Bedeutung.

Mit kultureller Zielsetzung wurde der Gesangsverein derBurgenländer in New York und der Coplay Sängerbund inJahre 1917 gegründet sowie der kurioserweise" Tiroler Bund"genannte Terein in Philadelphia, der überwiegend von

Burgenländern getragen wird. In Chicago rief man im Jahre 1922den" Burgenländer Hänrerchor" ins Leben. Im Jahre 1937 wird

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