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Unter der Bedeckung eines Hutes : Hauben und Hüte in der Volkstracht ; Katalog
Entstehung
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einer Schleife gebunden sind, vom gegupften Boden abgesetzt.Aber es kommen auch Seiden- oder Samtschleifen im Nacken vor.Der meist breite Schirm besteht aus einem Drahtgestell, welchesmit gitterförmigem Goldflechtwerk überzogen ist. Als Verbrei-tungsgebiet kann neben Wien auch das südliche Niederösterreichangesehen werden( Piesting- und Triestingtal). Der Vergleich mitder in Donnerskirchen vorkommenden Goldhaube zeigt aber, daßdieser Typus der reichen Wiener Haube bis an den Neusiedlerseeverbreitet war. Die Donnerskirchner Haube hat allerdings einenwesentlich flacheren Gupf.

Der reichen Wiener Gupfhaube steht eine etwas einfachere Formgegenüber, die jedoch noch immer durch breite Goldspitzeneinen gewissen Status repräsentiert( vgl. Kat. Nr. 77, ÖMV39.619). An die Stelle der Goldsprengarbeit tritt hier am Gupfdunkler Samt. Der Kopfteil und ein breiter, über den Scheitel biszum Haubengrund reichender Streifen sind mit der gleichen git-terförmigen Goldspitze besetzt wie der Drahtschirm. Diese Formder Gupfhaube findet man besonders im Wienerwaldgebiet. IhreVerbreitung geht aber weit nach Norden entlang der Brünnerstra-Be und führt im Süden über den Semmering bis nach Graz.

Daneben gab es in Wien noch eine ähnlich reich ausgestatteteGoldhaube in leicht variierter Form. Im Inventar des Österreichi-schen Museums für Volkskunde erscheint sie unter der Bezeich-nung ,, Altwiener Guglhaube"( vgl. Kat. Nr. 78, ÖMV 6.064, Abb. 4).Sie ist ebenfalls in Goldsprengtechnik ausgeführt, hat eine imNacken gebundene geflochtene Goldschnur und den Goldspit-zenschirm mit Gitterflechtwerk. Der Schirm ist allerdings weiterausladend, Kopf- und Bodenteil sind deutlicher voneinander ab-gesetzt.

Einer dritten Wiener Form begegnen wir in der sogenanntenStoßhaube( vgl. Kat. Nr. 79, ÖMV 44.609). Sie kommt auch imsüdlichen Weinviertel, im Bezirk Hollabrunn, vor. Über einem inGoldsprengtechnik ausgeführten runden Bodenteil wölbt sich einfächerförmig entfalteter Goldspitzenschirm flügelartig nach hin-ten. Das Gesicht wird wieder von dem schon bekannten gitterför-migen Goldspitzenschirm eingerahmt. Diesmal ist er an den Wan-gen deutlich verbreitert. Am Haubengrund prangt eine weißegemusterte Seidenmasche.

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