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Unter der Bedeckung eines Hutes : Hauben und Hüte in der Volkstracht ; Katalog
Entstehung
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Tauf- und Kinderhauben. Die klassische Bodenhaube besteht ausKopfteil, Bodenteil, einem Spitzenrand rund um das Gesicht undeiner Schleife im Nacken( Fig. 1). Die einzelnen Teile könnenvariieren in Größe und Form, sie können auch zum Teil wegfallen.Beim Kärntner Bodenhäubchen zum Beispiel fehlt zumeist derSpitzenrand. Das Fehlen von Spitzen und Schleifen bei manchenHauben aus alten Sammlungsbeständen darf jedoch nicht unbe-dingt zu der Annahme führen, daß dieser Zierat bei bestimmtenHaubentypen nicht vorhanden war. Diese meist aus empfindli-chen Materialien( Spitze, Seide) bestehenden Haubenteile habensich sehr häufig nicht so lange erhalten wie die dazugehörendenrobusten starren Hauben.

Die meisten österreichischen Haubenformen lassen sich von derGrundform der klassischen Bodenhaube ableiten, was nicht im-mer auf den ersten Blick erkennbar sein mag. Die einzelnen Teilekönnen zu wuchern beginnen und überdimensionale Form an-nehmen, wie zum Beispiel der Bodenteil der Wachauer Haube,der zu einem tellerförmigen Brett emporgezogen ist. Andere Bei-spiele für Wucherformen sind die Bregenzer Radhaube oder dieWiener Stoẞhaube. Auf der anderen Seite können auch Schrump-fungsprozesse eingetreten sein, wie bei der bayrischen Riegel-haube oder beim Salzburger Böndel, wo Kopf- und Bodenteil sozusammengeschrumpft sind, daß die Haube kaum mehr als sol-che zu erkennen ist. Sie sitzt dann auch nur mehr auf demHaarknoten und hat ihre ursprüngliche Bedeutung, das Haupt zuverhüllen, gänzlich verloren( Fig. 2).

Eine ganz besondere Entwicklung hat die sogenannte LinzerHaube genommen. Sie hat sich ebenfalls aus der Bodenhaubeentwickelt, wie Franz Lipp einwandfrei mittels verschiedener Zwi-schenstufen nachweisen konnte. Als erster Schritt begann sichdie Spitzenblende zu verbreitern, Boden- und Kopfteil wurdenkleiner und wuchsen schließlich zu einem Böndel" zusammen.Aus dem immer breiter werdenden Spitzenrand, der schließlichdurch ein Drahtgestell Festigkeit erhielt, entstanden bei der End-form der Linzer Haube das Band und die Flügel. Die ganzeEntwicklung wurde durch eine Drehbewegung um die eigeneAchse möglich, welche die Linzer Haube im Lauf ihrer Entwick-lung mitgemacht hat. Die Schleife der Haube blieb an der Stelle,

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