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Unter der Bedeckung eines Hutes : Hauben und Hüte in der Volkstracht ; Katalog
Entstehung
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in Inventaren geben Aufschluß über eine ziemliche Vielfalt anverschiedenen Haubenformen, welche sich in unterschiedlichenBezeichnungen manifestierte. Wie alle diese Bundhauben, Gugl-hauben, Schopfhauben, Visierhauben ausgesehen haben mögen,ist nicht immer genau überliefert. Die Objekte in den Sammlungengehen meist kaum weiter als bis in das späte 18. Jahrhundertzurück. Die älteren Haubenformen waren wohl weiche Bodenhau-ben. Im 17. und 18. Jahrhundert vollzog sich eine Versteifung derHauben durch Drahtgestelle. Überdies bürgerte sich die Verwen-dung von Goldmaterial ein, was die Hauben zu einem Luxusartikelund Statussymbol ersten Ranges werden ließ. In den Verzeichnis-sen des Diebsgutes des niederösterreichischen Räuberhaupt-mannes J. G. Grasel, welche bei den Verhören 1817 angelegtwurden, finden sich oft genug als Beutestücke goldene Hauben.Sie hatten auf Grund des kostbaren Materials und der oft kompli-zierten Herstellungsweise einen beträchtlichen Wert. Unter denstarren Hauben erreichten die reichen Wiener Goldhauben unddie goldenen Linzer Hauben das höchste Ansehen. Danebenblieben aber die einfacheren weichen Bodenhauben ebenfallsvon Bedeutung. Man trug sie als Unterhauben unter den Kopftü-chern so in Niederösterreich und im Burgenland-, oder mansetzte sie unter breitkrempigen Filz- oder Strohhüten auf wie inder Steiermark und in Kärnten, wo sie aber auch als eigenständi-ge Kopfbedeckungen beliebt und weit verbreitet waren. Von derMitte des 19. Jahrhunderts an begannen die Hauben an Bedeu-tung zu verlieren. Nach der Jahrhundertwende war es nicht mehrunschicklich, ohne Kopfbedeckung aus dem Haus zu gehen. DasKopftuch als funktionelle Arbeitsbekleidung löste die Haube nachund nach ab. Als elegant, fest- und feiertäglich galt fortan der Hutund nicht mehr die alte Haube.

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