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Zinn : Gerät in Alltag und Brauch ; aus der Metallsammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde ; Katalog
Entstehung
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I. Schmuck

Für Zinnschmuck gilt ebenfalls das bisher Gesagte: auch er übernahmim 18. und 19. Jahrhundert die Funktion als, Silber des kleinen Mannes"für die weniger Begüterten, die sich das teurere Silber nicht leistenkonnten. Miederhaken, Florschnallen, Schuhschnallen, Tüchelringe,Knöpfe und Fingerringe sowie Zierstifte für Gürtel waren das üblicheSortiment der Zinngieẞer.

In diesem Zusammenhang stoßen wir wieder einmal auf die strengezünftische Ordnung, denn wir hören von den Königsberger Zinn-gießern, daß 1678 eine Vereinbarung getroffen wurde, wonach dieZinngieẞermeister nicht mehr als neun Dutzend Knöpfe anfertigendurften, da hiezu nur, Zinnknopfgießer" berechtigt waren. Ihnen durftekeine übermäßige Konkurrenz erwachsen.

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10 Miederhaken

Tirol, 19. Jahrhundert

Ovales Mittelstück mit Löchern. Am unteren Ende der Haken, amoberen Ende eine Palmette.

1 3,5 cm b 1,5 cm

Inv.-Nr. 7.452- 7.460 a

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8 Miederhaken

19. Jahrhundert

Form eines Fisches( Walfisches), der einen Mann( Jonas) ausspeit; derRand mit Löchern versehen. Der Fischschwanz ist zugleich der Haken.1= 4 cm b= 2 cmInv.-Nr. 44.904

Die Löcher am Rand der Haken dienen als Ösen zum Annähen an dasMieder. Mit einem in dichter Kreuzung über die Häkchen gespanntenBand( Kette) wurde das Leibchen zusammengeschnürt.

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12,, Tschinellenknöpfe"

Oberösterreich, 19. Jahrhundert

Knöpfe in der Art von Tschinellen.

d= 3,2 cm

162 Halskette

Österreich

Inv.-Nr. 13.809-13.820

Zweireihige Erbskette, die gepreßten Zinnkugeln durch Zinnstifte ver-

bunden.

|= 21,5 cm

Inv.- Nr 76.073

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