bestätigung gewidmet. Von einer Ueberprüfung im Sinne des Denkmal-schutzes kann hiebei abgesehen werden." Dieses nichtunterfertigeSchriftstück ist mit 17. April 1940 datiert und zählt 17 Objekte auf. Einvom 18. April 1940 datiertes und unterfertigtes Schriftstück weist eineganze Liste von Gegenständen auf, die ,, im Gewicht von 20 kg" abge-geben wurden. Dem Ungesetz war somit Genüge getan, die ,, Patrioti-sche Kriegsmetallsammlung" verblieb- nahezu unversehrt- dem Mu-seum. Im ewigen Auf und Ab der historischen Ereignisse- Monarchie,Erste Republik, Hitler- Diktatur, Zweite Republik- konnten die einmaldem Museum anvertrauten Objekte Zeugen menschlichen Geistesbleiben und stehen somit tatsächlich der Nachwelt zur kulturellen undwissenschaftlichen Betrachtung zur Verfügung. Ein besonderes Ver-dienst im Sinne der wissenschaftlichen Bearbeitung dieser zinnernenZeugen hat sich Adolf Mais erworben. Er- wie auch Leopold Schmidtund Klaus Beitl- hat diese Zinnobjekte inventarisiert und in verschie-denen Publikationen diesen Bestand des Museums zur Grundlageseiner Arbeiten genommen. So ist es denn für mich eine besondereGenugtuung, diese mit so viel Opferwillen gespendeten Objekte gera-de im Schloßmuseum Gobelsburg der Öffentlichkeit zugänglich ma-chen zu können gemeinsam mit anderen dem Thema gemäßen Ge-genständen. Abschließend möchte ich allen danken, die am Zustande-kommen der Ausstellung beteiligt waren, besonders aber auch demStift Zwettl für die Bereitstellung von Räumlichkeiten im SchloßmuseumGobelsburg.
Zinn: Kleiner historischer Überblick
Auch heute noch übt Zinngerät und seine lange Geschichte eine großeFaszination aus. So ist es nicht verwunderlich, daß nicht nur die Objekteallein im Interesse der Liebhaber stehen, sondern auch literarischeBetätigung dankbarst aufgenommen wird als sehr wesentliche Ergän-zung, nämlich als Zugang zur kulturhistorischen Dimension diesermattglänzenden Zeugen vergangener Tage. Dieser Ausstellungskata-log möchte Wissenswertes zusammenfassend darstellen, um einenEin- und Überblick zu geben bezogen auf jene Objekte, die sehrsorgfältig ausgewählt wurden aus der umfangreichen Materialsamm-lung des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien. Einmalsollte natürlich das Objekt, Zinngerät" sprechen, zum anderen aberauch seine volkskundliche Komponente, die Funktion also, aufgezeigt
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