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Zinn : Gerät in Alltag und Brauch ; aus der Metallsammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde ; Katalog
Entstehung
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überseeischen Auslande in Verlegenheit zu setzen, zunichte gemachtwerden. Zweitens aber sollten für die Kriegsfürsorge, insbesondere fürden Bau von Invalidenheimen große Summen flüssig gemacht werden.Der eine Zweck wurde durch die beispiellose Opferwilligkeit der Bevölke-rung erreicht, die in Hülle und Fülle aus ihren Haushaltungen, ihrenBetrieben, ihren Werkstätten und selbst aus ihren Gotteshäusern hergab,was die Kriegsverwaltung verlangte. Dem anderen Zwecke wurde in derArt gedient, daß das Kriegsministerium für die abgelieferten Metalle denentsprechenden Gegenwert dazu benützt, um dafür zu sorgen, daß denInvaliden nach ihrer Rückkehr vom Felde der Ehre(!) ins bürgerliche Lebenwürdige Heimstätten geschaffen werden... Damit bleibt aber auch einschönes Zeugnis des Opfersinnes des gegenwärtigen Geschlechtes derNachwelt erhalten. Der Anblick all dessen, was sich in dieser Ausstellungdem Sinn für Schönheit, für Pietät, für eine ehrwürdige Vergangenheitdarbietet, soll die kommenden Geschlechter unseres Vaterlandes daranerinnern, daß die große Zeit des Weltkrieges auch in Österreich- Ungarndie Herzen aller im Feuer der Heimatliebe geglüht und zu reichen Opfernfür Kaiser und Reich bereitgefunden hat..."

Wir heute wissen, welche Verluste und Menschenopfer der ErsteWeltkrieg gefordert hat; aus Pietät vor den Opfern und dem Opferwillender Bevölkerung wurde das Vorwort des genannten Kataloges soausführlich zitiert. Eines allerdings mag man der damaligen ,, Kriegsver-waltung" zugute halten: nämlich daß Gegenstände von Kunst undvolkskundlichem(!) Wert nach Tunlichkeit vor der Zerstörung bewahrt"worden sind. Dieser kleine Teil der 1915/1916 ausgestellten Samm-lung ist das Ergebnis der Durchsicht von Metallspenden im Gesamtge-wicht von rund zwei Millionen Kilogramm", wobei moderne Kunst- undGebrauchsgegenstände sowie Arbeiten aus Silber nur insoweit heran-gezogen wurden, als es zur Darstellung des Spendenumfangeszweckdienlich schien".

Noch einmal scheint in den vorliegenden Akten des Volkskundemu-seums die, Alte K.u.K. Kriegsmetallsammlung" auf. Als nämlich imApril 1940 die Weisung der Hitler- Diktatur erging, Metall zu spenden,reagierte die damalige Museumsdirektion wie folgt: Aufgrund des andie Reichsbehörden gerichteten Erlasses Z/ SK- 295- c/ 1940 hat dieDirektion des Museums für Volkskunde aus den Sammlungen desMuseums für Volkskunde die nachstehenden Gegenstände als ent-behrlich und kulturgeschichtlich wegen Ueberzahl von Gleichstückenals nicht belangreich ausgeschieden. Sie werden hiemit der Metall-sammlung als, Adolf- Hitler- Spende' gegen entsprechende Empfangs-

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