Druckschrift 
Fingerringe : eine Sonderausstellung aus den Beständen den Museums ; Katalog
Entstehung
Seite
42
Einzelbild herunterladen
 

V. Schlagringe

A Büchserl zum Schiaẞn,an Schlagring zum Schlagnund a Diandl zum Liabn

muaẞ a frischer Bua habn.( 1)

,, Authentische, den rauflustigen Burschen des oberösterreichi-schen Innviertels in verschiedenen Bezirksgerichten abgenomme-ne Stücke, die als Corpora delicti bei verschiedenen Strafverhand-lungen vorlagen", gelangten um 1905 an das Österreichische Mu-seum für Volkskunde( 2). Schlagringe benützten nicht nur Bur-schen, wenn es um Mädchen ging, sondern auch wehrhafte Bur-schenschaften bei Aufständen. Schlagringe waren getarnt als Ar-beitsgeräte oder Schmuckringe. Ihre Platten wurden mit religiösenMotiven( Schutz- und Heilszeichen) versehen. Besonders beliebtwaren Ringe mit dem Bildnis des hl. Antonius von Padua, demSchutzpatron gegen unvorhergesehenen Tod.

Lit.:( 1) Oswald A. Erich und Richard Beitl: Wörterbuch der deutschen Volkskunde.3. Auflage neu bearbeitet von Richard Beitl unter Mitarbeit von Klaus Beitl. KrönersTaschenausgabe, Band 127. Stuttgart 1974. Art. Schlagring".

( 2) Michael Haberlandt: Über Raufwerkzeuge der Innviertler Bauernburschen. In:Zeitschrift für österreichische Volkskunde, XI. Jahrgang, Wien 1905. Seite 81-85.

133 Mehrfachring, Eisenguẞ in verlorener Sandform. Vier Ringe zum Einführender Finger, Handflächenwulst. Gewerbliches Serienerzeugnis.Österreich, 19./20. Jahrhundert.

|= 100 mm

Inv.-Nr. 1985/9

134 Innviertler Raufeisen", Handring über drei Finger, Eisenguẞ. Hakenform,an der Außenseite stollenartiger Fortsatz mit Andreaskreuz.Ried im Innkreis, Oberösterreich, 19. Jahrhundert.|= 85 mm

Inv.-Nr. 134

135 Handring", Eisen. Oval gebogenes Bandeisen, seitlich angesetzter vierkan-tiger Stollen. Handrückenseite mit fünf messerscharfen aufgelöteten Blech-teilen.

Oberösterreich, 19. Jahrhundert.

|= 100 mm

Inv.-Nr. 22994

136 Handring", Eisen. Oval gebogener Bügel mit vier eingesetzten Eisenspit-zen, die mit Messing verlötet sind.

42

Innviertel, Oberösterreich, 19. Jahrhundert.

|= 105 mm

Inv.-Nr.( 15121)