I. Liebesringe, Eheringe
Liebes-, Verlobungs- und Trauringe sind„ Unterpfand und Zeichenunzertrennlicher Liebe und ewiger Treue. Einst war der Trauringnur eines der äußeren Kennzeichen für das Verheiratetsein.Trachtliche Merkmale waren die anderen. Die Ringe von Frau undMann waren deshalb keineswegs gleichartig". Erst im 19./20. Jahr-hundert hat der Ehering eine allgemein gültige Form als glatter gol-dener Reifen mit eingraviertem Namen und Hochzeitsdatum ge-funden.
Lit.: Klaus Beitl: Liebesgaben. Zeugnisse alter Brauchkunst. Salzburg 1974. Text zuAbbildungen 14 a- e.
a) Braut- und Verlobungsringe
1 Brautring, Kupfer mit Straßsteinen. Glatte Schiene, gespaltene Schultern.Platte: zwei große und zwei kleine Straßsteine und vier kleine Halbkugeln ausKupfer.
Ried im Innkreis, Oberösterreich, um 1800.d= 16 mm
Inv.-Nr. 126
2 Verlobungsring mit zwei verschlungenen Händen, Silber vergoldet. Mar-ken: Repunzierungsstempel von Salzburg 1806-1809. Drei ineinandergrei-fende Reifen mit gekerbten Rändern, in ihrem Unterbogen zusammengenie-tet. Der mittlere Reif trägt ein achtteiliges Büchslein mit Scharnierdeckel. Andie beiden äußeren Reife sind abgewinkelte Hände angelötet, eine Hand trägtein Flammenherz. Das Händepaar ist über der Büchse zusammenschiebbar.Vermutlich Deutschland, um 1800.
d= 19 mm
Inv.-Nr. 42975
3 Brautring, Silber gegossen und nachziseliert. Gleich breit bleibender Reif,rundum mit einer Blütenranke, die aus einem Herzpaar entspringt.Südtirol, 2. Hälfte 19. Jahrhundert.
d= 20 mm, b= 11 mm
Inv.-Nr. 5711
4 Brautring, Silber gegossen und graviert. Marken: Beschauzeichen vonÖsterreich- Ungarn 1.4. 1872-1.5. 1922 und Meistermarke AS. Gleich breitbleibender Reif mit kreuzförmigen Schrägbändern.Österreich- Ungarn, um 1880.
d= 19 mm, b= 10 mm
Inv.-Nr. 1813
5 Brautring, Gold gegossen und nachziseliert. Gleich breit bleibender Reif,rundum mit einer Blütenranke ziseliert, die aus einem Herzpaar entspringt.Südtirol, 2. Hälfte 19. Jahrhundert.
d 19 mm, b= 10 mm
Inv.-Nr.( 737)
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