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Fingerringe : eine Sonderausstellung aus den Beständen den Museums ; Katalog
Entstehung
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III. Kirchliche Ringe

Kirchliche Ringe haben eine wichtige zeremonielle Funktion, sindwesentlicher Bestandteil der Weihe. Bischöfe, Äbte, Äbtissinnenerhalten den Ring als Insignie und als Sinnbild ihrer Vermählungmit der Gemeinde. In der Zeremonie weiht der Zeremonier denRing und steckt ihn dem Geweihten an den Ringfinger der rechtenHand mit den Worten: ,, Nimm hin den Ring, das Zeichen der Treue:du sollst die Braut Gottes, die heilige Kirche, mit unbefleckter Treuegeschmückt, unangetastet bewahren."( 1) Ordensschwestern er-halten bei Ablegung der ewigen Profeß den Ring mit den Worten:,, Ich vermähle dich mit Jesus Christus, dem Sohn des höchsten Va-ters; dieser möge dich unversehrt bewahren. Trag diesen Ring desGlaubens als Zeichen des Heiligen Geistes, damit du Braut Gottesgenannt wirst und wenn du ihm treu dienst, auf ewig gekrönt wer-den wirst."( 2)

Lit.( 1) Gotteslob". Katholisches Gebet- und Gesangbuch der Erzdiözese, Wien1975.

( 2) Modus vestiendi Virgines, 17. Jh.

85 Bischofsring von Kardinal Dr. Franz König. Gold, glatte Schiene, runderAmethyst in Krappenfassung, umgeben von weißen Saphiren.d= 23 mm

Leihgabe Diözesanarchiv Wien

86 Abtring, Siegelring des Abtes Rainerus Kollmann von Zwettl( 1747-1776).Gold gegossen. Gerillte Schiene mit Blattmotiv, querovale Platte mit Chalce-don in verwischter Fassung, mit eingeschnittenem Wappen des Stiftes Zwettl( Bischofsstab und Z), Wappen des Abtes Rainerus Kollmann von Zwettl( Storch und drei Sterne an Querbalken) und Monogramm RAZZ( Rainer Abtzu Zwettl).

Um 1747.

d= 19 mm

Leihgabe Zisterzienserstift Zwettl

87 Abtring des Stiftes Zwettl, Gold gegossen. Glatte halbrunde Schiene, ge-spaltene Schultern mit Blattmotiv, gerundet rechteckige Platte mit Krappen-fassung, großer achteckiger Citrin, verwischt gefaßt, von sechzehn kleinenGranaten umgeben.

19. Jahrhundert.

d= 23 mm

Leihgabe Zisterzienserstift Zwettl

88 Äbtissinring des Benediktiner Frauenstiftes Nonnberg, Salzburg. Gold,glatte Schiene, Tafelsmaragd, umgeben von acht Brillanten.

18. Jahrhundert.

d= 13 mm

Leihgabe Benediktinen- Frauenstift Nonnberg, Salzburg