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Fingerringe : eine Sonderausstellung aus den Beständen den Museums ; Katalog
Entstehung
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Catharina von Bora für die Vermählung am 13. Juni 1525 in Wittenberg. Es mag zu-nächst vielleicht verwundern, daß ein so bedeutender Maler wie Lucas Cranachd. Ä.( 1472-1553) für den Entwurf zeichnet, scheint aber verständlich, wenn mansich vergegenwärtigt, daß Cranach mit Luther befreundet war, ein überzeugter Pro-testant war, der einen großen Teil seines Schaffens in den Dienst des Reformations-gedankens gestellt hat und darüber hinaus in Wittenberg eine große Werkstatt un-terhielt, die auf Bestellung lieferte( 1). Martin Luthers Trauring wurde immer wiedervon Goldschmieden kopiert. Noch gegenwärtig werden solche kopierten Ringe vonbewußt lutherischen Protestanten während der Trauungszeremonie getauscht undvon beiden Ehepartnern als Trau- bzw. Ehering ständig getragen( 2).

( 1) Das Lexikon der Kunst. Hsg. von Heiner Knell und Hans- Günther Sperlich.Frankfurt/ M.- Berlin- Wien 1967.

( 2) Freundliche Mitteilung des Dekans der evangelisch- theologischen Fakultät derUniversität Wien, Herrn Univ.- Prof. Dr. Hans Christoph Schmidt- Lauber.

24 Ehering mit fünf Türkisen, getrocknete Blumen und Haarkränzchen alsVotivgabe arrangiert unter Glas. Handschriftlich bezeichnet: Ehering undHaare meiner innigst geliebten Mutter Anna Tinnacher".

Leihgabe Benediktiner SuperioratWallfahrtskirche Mariazell

25 2( Ehe) ringe in Gold und eine Perlenhalskette als Votivgabe arrangiert in ver-tieftem Rahmen. Geopfert aus Dankbarkeit von einer Halskranken".18./19. Jahrhundert.

Leihgabe Benediktiner SuperioratWallfahrtskirche Mariazell

c) Ringe nicht beweisbarer Funktion, dem Typus nach als Ehe-ringe anzusehen

26 Silberring, gegossen. Reif mit Blumen- und Rankenmuster, kleine viereckigeGravurplatte.

Oberösterreich, 1. Hälfte 19. Jahrhundert.

d= 20 mm

Inv.-Nr. 523

27 Silberring, gegossen. Reif mit Schrägbänderung und zweifachen Punkt-reihen.

Oberösterreich, 1. Hälfte 19. Jahrhundert.

d= 20 mm, b= 4 mm

Inv.-Nr. 524

28 Silberring, gegossen. Reif mit Schrägbänderung und einfachen Punktreihen.Oberösterreich, 1. Hälfte 19. Jahrhundert.

d= 20 mm, b= 4 mm

Inv.-Nr. 525

29 Silberring, gegossen. Marken: Meistermarke OT. Glatter Reif mit drei um-laufenden Gewindedrähten.

Oberösterreich, 1. Hälfte 19. Jahrhundert.

d= 19 mm, b= 7 mm

Inv.-Nr. 526

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