Vorwort zur 1. Auflage
Das Kloster Kleinmariazell, die ehemalige Benediktinerabtei„, Mariazell in Öster-reich", hat eine neue Widmung erhalten. Durch die beachtlichen Restaurierungsarbeitenkonnte der mittelalterliche Kern des einst sehr bedeutenden, unter Josef II. aufgehobe-nen Stiftes freigelegt werden. In diesen Räumen wurde nun ein Wallfahrtsmuseum ein-gerichtet. Es war naheliegend, auf die Lage des Klosters und auf die seit alters herberühmte Wallfahrt thematisch Bezug zu nehmen. Vor der Aufhebung war ja dasKloster im Wienerwald und die schöne barockisierte Wallfahrtskirche mit ihren dreiromanischen Portalen, den Bergl- Fresken, der Orgel u. a. m. eine wichtige Station aufdem Pilgerweg ,, Via sacra", der heiligen Straße von Wien nach Mariazell in der Steier-mark.
In dem großen tonnengewölbten Versammlungsraum der Mönche wurden die hei-lige Straße und ihre Pilger mit Karten, einem Zyklus von 36 Biedermeier- Aquarellen,gemalt von E. Gurk, einer Schaustellung kleiner Andachtsbilder, Wallfahrtsmedaillen,Gebeten und Liedern dargestellt. Ein Raum gilt der Geschichte des Klosters, und einanderer konnte der Volksfrömmigkeit gewidmet werden. Der wiederhergestellte Kreuz-gang wird mit Großphotos in die Ausstellung mit einbezogen. Damit ist es gelungen,die Kulturlandschaft in ihrer Schönheit mit ihren Kunstschätzen vieler Epochen neu zupräsentieren.
Federführend für die Verwirklichung des Museums war der Verein der Freundevon Kleinmariazell mit ihrem Präsidenten, Hochschulprofessor Dr. Alois Brusatti, ander Spitze.
Die Ausstellung konnte jedoch nur durch das Verständnis und die Bereitschaft einerReihe von Leihgebern eingerichtet werden. Ergebener Dank dafür gilt dem PaterSuperior von Mariazell, dem Pater Quardian von Maria Enzersdorf, den Stiften Hei-ligenkreuz und Lilienfeld, dem Niederösterreichischen Landesmuseum, dem Erzbischöf-lichen Dom- und Diözesanmuseum Wien und dem Österreichischen Museum für Volks-kunde. Von den privaten Leihgebern sei Dipl.- Ing. Leendert Smidt und die SammlungGrünn erwähnt. Die stete Hilfsbereitschaft von Kons.- Rat Johann Dollansky muß her-ausgestellt werden.
Für die Gestaltung des Museums gebührt allen Mitarbeitern, besonders demArchitekt- Graphiker und Photographenteam Lob und Anerkennung.
Finanzielle Mittel wurden uns vom Bundesministerium für Wissenschaft und For-schung, von der Niederösterreichischen Landesregierung, vom NiederösterreichischenBildungs- und Heimatwerk, vom Rotary- Club Baden und vielen einzelnen Spendernzugewendet. Dazu kamen beachtliche Sachspenden von Dipl.- Ing. Walter Nemetz,Baden, Dipl.- Ing. Leendert Smidt, Kleinmariazell, von der Hütte Krems G. m. b. H.,den Vereinigten Metallwerken Ranshofen- Berndorf( Werk Berndorf), der Firma Starkl,Frauenhofen, u. a. m. Ihnen sei allen Dank und Wertschätzung versichert.
Für die Aufnahme des Kataloges in die Reihe der Veröffentlichungen sind wir derDirektion des Österreichischen Museums für Volkskunde zu großem Dank verpflichtet.
Helene Grünn
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