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dener ideologischer Provenienz waren. Denn die Vereinbarkeit unter-schiedlicher weltanschaulicher Grundhaltungen in ein und derselben In-stitution( wie in ein und derselben Person- Geramb selbst ist dafür eingutes Beispiel) ist nicht verwunderlich in einer Zeit, in der ja die politi-schen Lager nicht nur aneinanderprallten, sondern zum Teil auch- be-trachtet man etwa das Verhältnis des christlich- sozialen und des deutsch-
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nationalen Lagers- ineinander übergingen. 64 Während jedoch die genann-ten ländlichen Volksbildungsstätten 1938 selbstverständlich aufgelöstwurden, kam es in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur in Öster-reich zu weiteren Gründungen von Heimatwerken, so zum Beispiel inLinz und in Salzburg. Daß„ die Heimatwerke gerade in der Zeit, alsÖsterreich von der Landkarte gelöscht war, immer wieder Zeugnis einesfortdauernden österreichischen Selbstverständnisses abgegeben( ha-ben)", 67 ist ein geläufiger Topos späterer einschlägiger Festreden. Zumin-dest für das im Dezember 1942 gegründete Salzburger Heimatwerk kanndies- zu diesem Schluß kommt man nach Lektüre seines in zwei Jahrgän-gen erschienenen Mitteilungsblattes- nur bedingt gelten.68
64 Anton Staudinger: Christlichsoziale Partei. In: Weinzierl/ Skalnik( wie Anm. 55),Band 1, S. 249 276; Adam Wandruszka: Das„ nationale Lager". In: Ebda., S. 277-315. Bruckmüller spricht von der Notwendigkeit,„ gegenüber einer allzu statischenSicht der Lager', die starke Dynamik, die die Erste Republik im Bereich derpolitischen Selbstzuordnung kennzeichnete, hervorzuheben". Ernst Bruckmüller:Sozialgeschichte Österreichs. Wien- München 1985, S. 504.
65 Über das„ Heimatwerk Oberdonau" siehe Gertraud Liesenfeld: Viechtauer Ware.Studien zum Strukturwandel einer Hausindustrie in Oberösterreich mit besondererBerücksichtigung der letzten 100 Jahre(= Mitteilungen des Instituts für Gegenwarts-volkskunde, Nr. 17). Wien 1987, S. 180- 183.
66 Über den Protagonisten dieser Gründung siehe Michael Martischnig(: NekrologKuno Brandauer). In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde,120. und 121. Vereinsjahr 1980 und 1981, S. 729- 739.
67 Ansprache des Niederösterreichischen Landeshauptmannes Andreas Maurer anläẞ-lich der Festsitzung zum 25jährigen Jubiläum der Gründung des Kuratoriums Öster-reichisches Heimatwerk. Zitiert bei Aldemar Schiffkorn, Hermann Zucker und Isa-bella Zupfer: Forschungsbericht zum Thema„ Das niederösterreichische Heimat-werk". Unveröfftl. Seminararbeit( WS 1975/76) am Institut für Volkskunde derUniversität Wien unter der Leitung von Károly Gaál und Olaf Bockhorn.
68 Siehe das„ Mitteilungsblatt Salzburger Heimatwerk. Gemeinschaft für Volks- undBrauchtumspflege Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtumspflege", erschienen vom Juli 1943( Jg. 1, Folge 1) bis 1944( Jg. 2, Folge4) aber vielleicht brächte eine genauere Inhaltsanalyse auch hier jene versteckteMentalreservation zu Tage, auf die sich zu berufen nach 1945 allgemeiner Brauch
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war.