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Volkskunde : Institutionen in Österreich
Entstehung
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Vorwort

Klaus Beitl

Die Vorgeschichte dieses Sammelbandes Volkskunde- Institutionen inÖsterreich" weist zurück auf die frühen Ansätze des Instituts für Gegen-wartsvolkskunde der Österreichischen Akademie der Wissenschaften füreine im ersten Schritt dokumentarische und grenzüberschreitende Aufar-beitung der Institutionen- und Personengeschichte der Volkskunde in dendeutschsprachigen Ländern. Sie ist darüber hinaus verknüpft mit denEreignissen der europäischen Zeiten- und Schicksalswende des Spätjahres1989. Als sich damals im November auch im Osten Österreichs dieGrenzen öffneten und die Menschen wieder frei aufeinander zugehendurften, ist es alsbald zu persönlichen und fachlichen Begegnungen vonVolkskundlern in Österreich und in der benachbarten Tschechoslowakei ge-kommen. Namentlich zwischen Wien und der nur eine Autostunde entferntenslowakischen Metropole Bratislava stellte sich auf der Grundlage ähnlichausgebildeter Strukturen des Faches Volkskunde- wissenschaftliche Gesell-schaften, Universitäts-, Akademie- und Museumseinrichtungen- ein unmit-telbarer und anhaltender persönlicher und institutioneller Austausch ein.Eine Voraussetzung für die Zusammenarbeit liegt in der Kenntnis derbestehenden volkskundlichen Arbeitseinrichtungen in den betreffendenLändern begründet, weshalb in weiterer Folge der Verein für Volkskundein Wien und die Slowakische Gesellschaft für Volkskunde in Bratislavadie Initiative zur Veranstaltung von Arbeitstreffen wie auch von Vorträgenvon österreichischen und slowakischen Volkskundlern ergriffen haben.Am 23. April 1992 sprach Frau Dr. Gabriela Kilianová über, Volkskundein der Slowakei. Ein Überblick" vor dem Verein für Volkskunde in Wien, ³und bald darauf am 28. April waren es die österreichischen FachkollegenOlaf Bockhorn, Franz Grieshofer, Herbert Nikitsch und Margot Schindleraus Wien, die in Bratislava in ihren in diesem Sammelband veröffentlich-ten Referaten über Facheinrichtungen der Volkskunde in Österreich be-richtet haben.4

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1 Wolfgang Brückner, Klaus Beitl( Hg.), Volkskunde als akademische Disziplin.Studien zur Institutionenausbildung. Referate eines wissenschaftsgeschichtlichenSymposiums vom 8.- 10. Oktober 1982 in Würzburg.(= Mitteilungen des Institutsfür Gegenwartsvolkskunde, Nr. 12). Wien 1983.

2 Klaus Beitl, Grenzüberschreitungen. In: Österreichische Zeitschrift für VolkskundeXLIV/ 93, Wien 1990, S. 1- 3;- Vera Mayer, Der sanfte Weg vom Wenzels- zumStephansplatz. In: Ebd., S. 27- 59.

3 Gabriela Kilianová, Volkskunde in der Slowakei. Ein Überblick. In: ÖZV XLVII/ 96,1993, S. 116.