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trennten Nachbargebiete Villnöß, Enneberg und Fassa heute oder bis vor kurzerZeit noch geschnitzelt. Den noch unförmigen Holzklotz an den Brustfleck ausdickem Leder oder einen schon arg geschrammten Holzblock auf dem Tischegestützt, arbeiten Männer und Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber, alt und jung, an der Freude der Kleinenund Kleinsten. Ohne zu splittern fährt der Stahl mit drehendem Griff bald so,bald so geführt, durch das naßgemachte kernige Holz, ein Werkzeug löst das
Fig. 2. Grödener Hausierer, Mitte des 19. Jahrhunderts.
andere ab und im Handumdrehen ist so ein Spielzeug fertig, ein Schaf oderHund, ein Pferd u. dergl.( Fig. 1). Hier ist noch unverfälschte Technik desVolkes am Werk, der Bub oder das Mädel lernt von den Eltern, wie's ge-macht wird, und Übung tut das Ihrige dazu, die Dinge in den guten altenFormen weiterleben zu lassen.
So im größten Teile des Gebietes, das waggonweise Spielzeug, hauptsächlichTiere, in alle Länder der Welt hinausgehen läßt. Die Bildschnitzerei, die fasttäglich eine Unzahl von Heiligenstatuen in bunter Versammlung bei den Faẞ-malern abliefert, ist hauptsächlich in St. Ulrich, zum Teil jetzt auch in SanktChristina in Gröden zu Hause; dortselbst hat sich auch ein letzter Ablegerder alten Kleinkunst in der Erzeugung kleiner Figürchen als Reiseandenkenu. dergl. erhalten. Doch hier beginnt schon die Herrschaft der Fachschulen,deren Bereich der Forscher und Kritiker vielleicht gar nicht überschreiten soll,bevor ihm nicht die Eigenart der alten Grödener Arbeiten geläufig geworden ist.Wie bekannt, ist die Grödener Industrie durchaus keine vereinzelte Erschei-nung im Wirtschaftsbetriebe unserer Alpenländer; überall, wo der Waldreich-tum der verkehrsabgeschiedenen Täler dazu die Möglichkeit an die Hand gab,