Heft 
52 (2017) 5
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

5/2017

Einfliegen!

Bemalte Bienenstockstirnbretter

Bis 17.9.2017

Bienenstockstirnbretter sind die Front-bretter querliegend gebauter Bienenstöckewie sie im 18. und 19. Jahrhundert von denslowenischen Imkern verwendet wurden.An der unteren Kante der Stirnbretterbefindet sich das Flugloch.

In einem regional begrenzten Gebietin Südkärnten, der slowenischen Nord-weststeiermark, in der Mittel- und Nord-krain( heute Slowenien) und in einemTeil der Provinz Görz( heute Italien) ließendie Imker diese Stirnbretter seit Mittedes 18. Jahrhunderts bemalen. Als im19. Jahrhundert in dieser Region Bienen-häuser allgemein in Verwendung kamen,erlebte die Stirnbrettmalerei eine Blütezeit.Die Bienenstöcke wurden in den Bienen-häusern übereinander gestapelt. An deroffenen Vorderseite der Hütten warendie bunt bemalten Frontseiten der Stirn-bretter sichtbar.

Passage

Als um 1900 die Bemalung allmählichaufgegeben wurde, begannen SammlerIn-nen und Museen sich für die verbliebenenStücke zu interessieren. Die erhaltenenMalereien weisen religiöse und weltlicheMotive auf. Häufig sind die Mutter Gottesund Schutzheilige abgebildet, auch Szenenaus Alltag und Beruf, exotische und satiri-sche Motive sowie Tierdarstellungen sinddarauf zu sehen. Das Volkskundemuseumbesitzt rund 230 bemalte Bienenstockstirn-bretter und zeigt nun eine Auswahl dieserKollektion.

Die Ausstellung befindet sich in der öffentlichen Passagedes Volkskundemuseumsn und ist daher kostenlos zu

besichtigen.

Volkskundemusem Wien

15