59 1/2024
INTERVIEW 25
Der modulare Synthesizerkann ein„, Türöffner" sein
Gespräch mit dem Musiker Gammon undder Kulturvermittlerin Katrin Prankl überLehrlingsworkshops mit dem modularenSynthesizer und die VeranstaltungsreiheMusik aus Strom im Jänner/ Februar imVolkskundemuseum.
Gammon, erzähle uns etwas zu deinemmusikalischen Werdegang und Hintergrund.Was machst du konkret?
Gammon: Ich mache seit meiner KindheitMusik. Mein Ursprungsinstrument ist dasSchlagzeug, das habe ich auch studiert.Als ich Anfang der 1990er Jahre nach Wiengekommen bin, hat sich mein musikalischesInteresse verändert und weiterentwickelt.Die elektronische Musik war für mich sehr
reizvoll, da ich wenig Muße hatte, michmit dem Schlagzeug in modrige Keller- Pro-beräume zu setzen. So hat das begonnen.
Wo agierst du jetzt?
Gammon: Ich komponiere und produziereMusik für Performance, Theater und Filmoder ich spiele auch live.
Du arbeitest schon seit Mitte der 1990erJahren mit dem modularen Synthesizer.Was ist das genau und was sind die großenVeränderungen?
Gammon: Das Prinzip des modularenSynthesizers ist in den 1960er Jahren ent-standen. Das technische Prinzip dahinterist bis heute gleichgeblieben. Es basiert aufvielen Parametern, die mit Steuerspannunggesteuert werden. Man muss sich vorstel-len, man hat mehrere Module, die jeweilsunterschiedliche Funktionen haben. Diese
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Bass Drum| Snare
Ein Modularer Synthesizer in Verwendung. Foto: Gammon