Heft 
56 (2021) 4
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Ausstellungen

56. Jahrgang

Online Ausstellungen

MUSOJAM. Soja im Museum

Die Online Ausstellung zur Bohne

Erzählen mit und über Bilder

Von privater Fotografie, Lehrmittelnund Stereotypen

Wir protestieren!"

Von Demos, Hashtags und Gemüse

Schulgespräche

Junge Muslim* innen in Wien

Geteilte Geschichten

Vertriebene und Verbliebene erzählen

www.volkskundemuseum.at/ausstellungen/ online_ausstellungen

Zwischen den DingenKünstlerische Perspektiven zurmateriellen Kultur der Gegenwart

Bis So, 21.11.2021

Aufstellen, bewahren, finden, herstellen,hinlegen, kategorisieren, manipulieren,montieren, ordnen, pflegen, präparieren,produzieren, reinigen, reparieren, sam-meln, sichern, transformieren, verpacken,verteilen, zeigen, zerlegen oder zusammen-setzen: Dinge veranlassen Handlungen undsie sind Teil von ihnen. Ohne Dinge gäbe esnicht viel zu tun.

Die Vorstellungen von der Beziehungzwischen Gegenständen und Menschenvariieren je nach Zeit und Ort. Die gegen-wärtige Wiederentdeckung von Dingen als

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Handlungsträger legt den Fokus auf ihreMaterialität und wie diese nicht nur Ergebnismenschlicher Intentionen ist, sondern auchmenschliches Handeln lenkt. In der Ausstel-lung Zwischen den Dingen sind Kunstwerkeversammelt, die gewöhnliche, unschein-bare oder defekte Alltagsgegenstände insZentrum rücken. Von Künstler* innen in denRaum gestellt, verlieren diese Dinge ihreEindeutigkeit und werfen Fragen auf: Wasbedeuten Gegenstände für uns? Wie prägensie unseren Alltag? Und wichtiger noch: Wasverbindet uns mit ihnen? Was trennt uns?

Vielfältige Zugangsweisen zur Dingweltwerden in der Ausstellung sichtbar. EinfacheAlltagsgegenstände können Waren, Werk-zeuge oder Zeichenträger sein. Sie könnenklein und günstig um unsere Aufmerksam-keit kämpfen oder großflächig Räume sostrukturieren, dass sie bestimmte Handlun-gen nahelegen. Natürlichen Ursprungs oderindustriell produziert, erscheinen einfacheAlltagsgegenstände einmal einzigartig undungemein wertvoll oder werden ein anderesMal gleichsam transparent, um für etwasanderes zu stehen. Kurz: Zwischen den Din-gen passiert viel und auch wir befinden unsmitten unter ihnen, sind in einem dichtenGeflecht mit ihnen verwoben.

Als Kunstausstellung in einem Volkskun-demuseum ist Zwischen den Dingen an derSchnittstelle von Alltagskultur, Gegenwarts-kunst, Ethnografie und Museum angesiedelt.Dieses Dazwischen soll auf produktive Weisebefremden, neue Perspektiven auf allge-genwärtige Phänomene eröffnen und Aus-einandersetzungen zum Ge- und Verbrauchvon Dingen anstoßen.

Kuratierung: Edith Payer und Gudrun Ratzinger