Schaufenster
56. Jahrgang
Ein Museum- ein Objekteine Erzählung
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Virtuelle Galerie zurNS- Provenienzforschungund Restitution inÖsterreichischen Museen,Sammlungen und Bibliotheken
Objekte in Sammlungen und Einzelbe-ständen sind die wesentliche Grundlagevon Museen. Mit der Herkunftsgeschichtedieser( Museums) Dinge, vom Kunstwerkbis zum Alltagsgegenstand, beschäftigtsich die Provenienzforschung. Anhand vonInventarbüchern, Archivalien u. a. wirdrekonstruiert, woher Objekte stammen, inwessen Eigentum sie sich vor der Über-nahme durch das Museum befanden undunter welchen Umständen sie ins Museumkamen. 1998 wurde die NS- Provenienzfor-schung in österreichischen Bundesmuseenund-sammlungen im Kunstrückgabegesetzgeregelt. Seit 2014 wird auch im Volks-kundemuseum Wien nach diesem GesetzNS- Provenienzforschung betrieben.
2023 wird das Kunstrückgabegesetz seit25 Jahren bestehen. Dies zum Anlass neh-mend, startet das Volkskundemuseum Wienein umfangreiches Projekt zur Provenienz-forschung, das sich mit der Herkunft, derBedeutung und den historischen wie auchaktuellen Zusammenhängen von( Museums)Dingen beschäftigt. Im Zentrum steht eineAusstellung zur NS- Provenienzforschungund Restitutionspraxis des Volkskunde-museum Wien. Die Ausstellung wird in einergänzendes und weiterführendes Diskurs-und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen,Podiumsdiskussionen und Workshops
eingebettet.
Elementarer Bestandteil des Projekts isteine virtuelle Galerie, die vorbereitend zur
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Ausstellung allen nach dem Kunstrückgabe-gesetz agierenden Institutionen in Öster-reich eine Online- Plattform zur Darstellungvon Bedingungen, Fällen/ Objekten undArbeitsweisen ihrer eigenen Provenienzfor-schung und Rückgabepraxis zur Verfügungstellt. Ziel ist es, mit jenen Institutionen inintensiven Austausch zu treten und auchder interessierten Öffentlichkeit ein Formatanzubieten, das sowohl pointierte Einblickein die Provenienzforschung der einzelnenInstitutionen ermöglicht, als auch Zusam-menhänge und Beziehungen verdeutlicht,die mit Blick auf eine einzelne Institutionnicht sichtbar würden. Die Vorarbeiten zudieser virtuellen Galerie starten jetzt, abHerbst 2022 wird sie online zu sehen sein.
Kathrin Pallestrang, Magdalena Puchberger,Maria Raid und Claudia Spring