AUSSTELLUNGEN
18. November 2016 bis 19. Februar 2017
,, Matthias" tanzt. Salzburger Tresterer on stage
Eröffnung
Do, 17. November 2016, 19.00 Uhr
Begrüßung: Direktor Matthias Beitl
Einführung in das Projekt: Kathrin Pallestrang,Volkskundemuseum Wien
Eröffnungsvortrag: Ulrike Kammerhofer- Ag-germann, Salzburger Landesinstitut für Volks-kunde
Musikbegleitung: Blechbläserensemble desJoseph Haydn Instituts für Kammermusik, AlteMusik und Neue Musik der Universität fürMusik und darstellende Kunst Wien
Kunst und Wissenschaft treten in Dialog underöffnen verschiedene Zugänge zu einem Salz-burger Brauch:
Das Trestern ist ein Reigentanz mit Stampf- undSprungschritten, der in Stuben und Gasthäu-sern, eingerahmt von weiteren Perchtenfiguren,um den 5. Jänner im Pinzgau aufgeführt wird.Außerdem ist er auf Bühnen und in der StadtSalzburg zu sehen. Die ausschließlich männli-chen Akteure tragen rote Kostüme mit prächti-gen bänderbesetzten Hüten, die mit Hahnenfe-dern geschmückt sind.
Im Zentrum der Ausstellung steht die Ausei-nandersetzung des Künstlers Thomas Hörl mitdem Tresterertanz. Er interpretiert historischeDokumente aus gegenwärtiger künstlerischerSicht: Foto-, Film- und Tonaufzeichnungen, diezwischen 1898 und 1939 mit Matthias Eder alsVorpercht angefertigt wurden. Für ihn und mitihm entsteht eine bühnenartige Installation, dieden Tanz an neue soziale, zeitliche und kulturel-le Orte transferiert. Das Ausstellungspublikum
,, Matthias", Videostill, Thomas Hörl, Salzburg/ Wien 2014,Bildrecht, Wien 2016
ist eingeladen, auf diesem Catwalk zu zweiDJ- Bearbeitungen( Cherry Sunkist und das_em)der Tonaufnahmen selbst zu tanzen.
In einem weiteren Teil der Ausstellung wirddie wissenschaftliche Spurensuche nach denUrsprüngen, den Aufführungsweisen und demoftmaligen Bedeutungswandel des Tresterer-tanzes offengelegt. Seine Geschichte verläuftnicht linear; sie ist ein Puzzlespiel, das höfischeFeste und den Karneval von Venedig aufblit-zen lässt. Schriftliche Dokumente, Grafiken undFotografien ermöglichen es den Besuchern undBesucherinnen, eigene Sichtweisen auf denBrauch zu entwickeln und zu reflektieren. Dieältesten in musealen Sammlungen erhaltenenTrestererkostüme werden erstmals gemeinsamin einer Ausstellung gezeigt.
Diese Ausstellung verortet das Tresterertan-zen unterschiedlich: als kreatives Gestalten,als statisches Bewahren und identifikatorischesBewerten sowie als Ort des Sezierens nachverschiedenen Aspekten.
November Dezember 2016
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