Das Elektrizitätswirtschafts- und-organisationsgesetz( EIWOG)von 1998 und das Energieliberalisierungsgesetz von 2000 regelten dieAbnahmepflicht zu Mindestpreisen( Einspeisetarifen) für erneuerbareEnergien und die Ökoenergie- Prozentziele, die die Verteilernetzbetrei-ber zu erreichen haben. Das Ökostromgesetz vom 1. 1. 2003 schreibtvor, dass bis 2007 4% Ökostrom erreicht werden sollen. Die Einspei-setarife werden ab nun vom Wirtschaftsminister im Einvernehmen mitUmweltminister und Konsumentenschutzminister bestimmt, wobei dieBundesländer allerdings Mitspracherecht haben. Die Einspeisetarif-verordnung trat ebenfalls mit 1. 1. 2003 in Kraft und sichert den Betrei-bern auf 13 Jahre Mindesttarife. Die Verordnung gilt jedoch nur fürjene Anlagen, deren Bau vor dem 31. 12. 2004 genehmigt wurde unddie bis zum 30. 6. 2006 errichtet werden. Durch die erstmals für zumin-dest zwei Jahre absehbare Rechtssicherheit kam es zu einem regelrech-ten Bauboom von Windkraftanlagen. 2004 konnte das starke Wachs-tum fortgesetzt werden, die installierte Gesamtleistung betrug 424Anlagen mit 606 MW. Über 200 MW wurden darüber hinaus nochnach der alten Einspeisetarifverordnung genehmigt und können bis30. Juni 2006 errichtet werden.
Im Burgenland ging die erste Windkraftanlage im Dezember 1996 inHalbturn ans Netz. Ebenfalls ab 1996 wurde der Windpark Zurndorferrichtet und erweitert. Mittlerweile befinden sich auch in Parndorf,Neudorf, Pama, Kittsee, Potzneusiedl, Neusiedl und Weiden am See,Gols, Sigleẞ und Deutschkreutz Windparks mit mehreren Windkraft-anlagen. Der Begriff Windpark, im Englischen Windfarm, bezeichneteine räumliche Ansammlung von Windenergieanlagen und wird auchschon für drei oder fünf in räumlicher Nähe aufgestellte Windräderverwendet. Vier Fünftel der burgenländischen Anlagen wurden vonAustrian Wind Power( AWP) errichtet, sie alle speisen Ökostrom insNetz der Burgenländischen Elektrizitätswirtschafts Aktiengesellschaft( BEWAG) und bilden die leistungsstärksten und größten Windparks inÖsterreich. Sind alle im Bau befindlichen Anlagen fertig, werden imBurgenland insgesamt 206 Windenergieanlagen mit einer Leistung von369 MW Strom erzeugen- damit könnten 221 000 Haushalte versorgtwerden.
Derzeit entwickelt die Austrian Wind Power Projekte in den Nach-barländern Slowakei, Tschechien und Ungarn, aber auch in Kroatienund Polen.
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