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Wind - Mythos und Antriebskraft : Begleitpublikation zur Jahresausstellung ... von 9. April bis 1. November 2006, Ethnographisches Museum Schloss Kittsee
Entstehung
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Vor rund 130 Jahren begannen die Menschen schließlich mit Versu-chen, die Technik der Windmühlen- Umwandlung von Windenergiemittels Flügel und Getriebe in Energie- zur Herstellung von elektri-scher Energie zu verwenden und weiter zu entwickeln. In Amerikawurden die ersten Windräder zur Stromerzeugung ab 1885 an der Küs-te von Massachusetts installiert, und 1890 baute sich ein wohlhaben-der Bürger in Cleveland ein 18 Meter hohes Windrad, um sein Hausmit Licht zu versorgen. Der erste, der intensive Experimente mit Wind-rädern durchführte, war der Däne Poul la Cour, der ab 1891 denBetrieb einiger Windräder an der dänischen Küste überwachte. Er wur-de als der ,, Thomas Edison Dänemarks" bekannt.

Doch erst in den 1970er Jahren weckte die Ölkrise breites Interessean Alternativen zur Energieerzeugung, also an erneuerbaren Energienim Allgemeinen und an der Windkraft im Speziellen, wodurch die For-schung und Entwicklung von Windkraftanlagen auch in Österreichvorangetrieben wurde. Trotz ansehnlicher technischer Lösungen bliebder rasche Erfolg aus, was die Anstrengungen auch aufgrund derBeruhigung auf dem Energiemarkt und des Fehlens von Erprobungs-und Absatzmöglichkeiten am heimischen Markt in der zweiten Hälf-te der 80er Jahre wieder zum Erliegen brachte. In dieser Zeit stelltenjedoch private Messungen die guten österreichischen Windverhältnis-se fest: Viele Standorte in Ostösterreich, vor allem im Burgenland,können selbst mit Gebieten 15 km hinter dänischen und deutschenKüsten, wo zu dieser Zeit Windenergieanlagen bereits erfolgreich inBetrieb waren, konkurrieren.

1991 begann die Diskussion um die Einführung von Tarifen fürerneuerbare Energien über den marktüblichen Energiepreisen, 1994kam es zu einer ersten Förderregelung, indem der übliche Tarif fürproduzierte Elektrizität( Verbundtarif") für die ersten drei Betriebs-jahre verdoppelt wurde. Zusätzlich förderte das Umweltministeriumdie Errichtung von Windkraftanlagen mit 30% Investitionskostenzu-schuss. Die Bemühungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungenfür die Windenergie führten 1993 zur Gründung der Interessengemein-schaft Windkraft Österreich. Die IG Windkraft agiert seither als Inter-essenvertretung für Windkraftbetreiber und-firmen in Österreich.Noch im selben Jahr wurde in Wagram a. d. Donau im Marchfeld dieerste größere netzgekoppelte Windkraftanlage Österreichs mit einerLeistung von 150 kW errichtet. 1995 folgten weitere Windräder wiedas Bürgerwindrad" in Michelbach/, das über 100 Privatpersonengemeinsam finanziert hatten.

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