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Holzkirchen in Böhmen, Mähren und der Slowakei
Entstehung
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Nur in den finanziell schwächeren Gemeinden malte man Ikonenauf Leinen 58 Der Teil einer auf Leinwand gemalten Ikonostase( 17. Jh.)befindet sich in der Kirche des hl. Lukas in Tročany. Es ist ein Schlüs-selmotiv der Ikonostase Deësis mit thronendem Christus, von hl.Maria und Johann dem Täufer umgeben sowie den paarweise in Ni-schen abgebildeten zwölf Aposteln. Über den Aposteln die Prophetenund in der Mitte das Bild der Gottesmutter Maria. Die Ikonostaseschließt eine Ikone( 1608) mit dem Kalvarienberg" mit übergroßen,schlanken Gestalten( Abb. 17).

Auch die Wände wurden mit Ikonen geschmückt. Die beliebtestenMotive waren in der Ostslowakei Heilige wie hl. Nikolaus, hl. Paraskeva,hl. Georg, hl. Demeter, Erzengel Michael und marianische Motive wieHodigitria"- Madonna mit Kind auf dem linken Arm und" Koimesis"

Tod der Gottesmutter. Weiters dann Das letzte Gericht", HeiligeDreifaltigkeit und, Christus Pankrator"- der thronende Christus mitMandorla, in einem blauen Oval von Cherubinen umrahmt, die rechteHand segnend und in der linken Hand ein geöffnetes Buch mit demText aus dem Evangelium haltend. Auf einen byzantinischen Typ deroben beschriebenen Darstellung des Christus aus Tročany( 17. Jh.)weist sein Bart.

Die Ikonenmalerei der Nordostslowakei reiht sich zur Ikonenkunstdes karpatischen Bereiches. Dieses Gebiet wurde Schnittpunkt ver-schiedenster Kultureinflüsse- der byzantinischen, balkanischen, rus-sischen aber auch westeuropäischen, welche sich in der Ikonenmale-rei hier auswirkten. Im 18. Jh., seit der Regierungszeit Maria Theresias,lassen sich in der Ikonenmalerei auch die Einflüsse der Wiener Sakral-kunst feststellen. Während westliche Einflüsse in der Ikonenmalereizum Verlust gegebener Formen und Prinzipien und daher auch derOriginalität führte, brachte die barocke Kunst des Westens in der Archi-tektur neue Anstöße und bereicherte den traditionellen Typ.

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