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Holzkirchen in Böhmen, Mähren und der Slowakei
Entstehung
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wurden, nehmen wir an, daß es Maler gab, die von einem Neubau zudem anderen wanderten, um sie mit den Malereien auszu-schmücken 53 Gemalt wurde überwiegend mit Temperafarben direktauf das Holz, Manchmal auch auf Leinwand, das an den Wändenbefestigt wurde. Oft befinden sich in einer Kirche Malereien ausunterschiedlichen Perioden, da die Bretter aufgrund von Fäulnis,Brände, etc. ausgetauscht werden mußten. Leider sind die bis heuteerhaltenen Malereien nur ein Fragment von früher vorhandenen.Viele Malereien zerstörten die Gläubigen selbst, als ihnen im Moder-nisierungszwang des 19. Jhs. die alten Malereien nicht genug wa-ren. Sie wurden daher mit Ölfarben überstrichen, oder durch kit-schige Tapeten ersetzt.

Zu den beeindruckendsten Malereien auf unserem Gebiet ge-hören jene der ursprünglich utraquistischen Kirche in Slavoňov( 1553) in Ostböhmen, die in mehreren Zeitabschnitten zwischen1553 und 1705) angefertigt wurden 54 Die ältesten aus der Grün-dungszeit der Kirche befinden sich an den Wänden des Altarraumes.Als Vorlage dienten hier dem Maler die Früchte seines Landes. Miteiner kräftigen schwarzen Kontur und kolorierten Flächen sind Wein,Weizen, Fisolen, einfache Feldblumen und pickende Vögel darge-stellt( Abb. 21). Volkstümlicher und warmherziger kann schon keineMalerei mehr sein. Die Emporengestaltung der Kirche in Gůty( 1563)aus dem Jahre 1642, mit stilisierten pflanzlichen, rankenartigen Or-namenten ist ein gutes Beispiel volkstümlicher Arbeit heimischerKünstler. Die Empore( 1678) in der gotischen Kirche in Kočí( 1393)nahe Pardubitz, zeigt auf einen mit der professionellen künstleri-schen Produktion vertrauten Maler. Die einzelnen Brüstungsfeldersind hier durch gemalte Säulen mit korinthischen Kapitelen begrenztund bilden mit verschiedensten Blumen in dekorativen Vasen ge-schmückte Nischen( Abb. 23). Ein Motiv, das später in der volkstüm-lichen Möbelmalerei große Verbreitung fand.

Auf die Nähe eines Kulturzentrums weist die vor kurzem ent-deckte Holzdecke der Steinkirche in Kočí, die das zerstörte gotischeGewölbe ersetzte. Bahnen mit stilisierter Renaissance- Ornamentiksind in der Mitte durch eine Reihe von Abbildungen unterbrochen. InFeldern sind Figuren aus dem Alten Testament dargestellt: Moses

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