Der Blockbau stand früher oft direkt auf dem Erdboden, späterwurden viele Kirchen nachträglich untermauert. Die Stämme warenbei den ältesten Kirchen manchmal unbehauen. Einige Kirchenhaben nur dreiseitig behauene Balken. Bei der Kirche in Zboj( Ost-slowakei) nähern sich die Balken fast den Bohlen( Abb. 2). Als Schutzvor Wind und Feuchtigkeit sowie zur Wärmeisolierung wurden dieFugen zuerst aus Moos, später Holzwolle oder eine Mischung ausLehm und Stroh, Heidekraut oder Spreu gefüllt. Damit diese Füllungin den Fugen besser hält, wurde in Abständen von ungefähr 10 cmHolzdübel zwischen den Balken fixiert. Schon mehr aus ästheti-schen Gründen wurde die Füllung in einigen Gegenden weiß gestri-chen( Kirche in Slavoňov, Maršíkov). Bei einigen russinischenKirchen waren die Balken früher„ trocken verlegt", also ohne Füllungzwischen den Fugen.
Von den zahlreichen Holzverbindungen fallen beim Blockbaudie verschiedensten Eckverbindungen durch Verblattung, bei derdas Blatt immer von einer Seite nach außen sichtbar ist, auf. Diearchaische Überblattung mit Vorstoẞ( Vorkopf) bei der die Balken dieWand überschreiten, wurde früher sehr oft in Verbindung mit unbe-hauenen Balken angewendet und kommt noch bei einigen karpati-schen Holzkirchen vor. Die häufigsten Eckverbindungen ohne Vor-stoß sind die gerade volle Verblattung, gerade nicht volle Verblattung( Viertelband), Hakenblattverblattung und die verbreitetste Schwal-
benschwanzverblattung.
Nicht immer bleiben die Balken sichtbar. Häufig sind sie mitBrettern oder Schindeln verdeckt, um die Wände vor Feuchtigkeit,Regen und Schnee zu schützen. Nur bei den Kirchen mit Umgangbleiben die Stämme ungedeckt. Einige Kirchen bekamen die s. g.,, Mantelmauer", sie wurden ganz mit Mörtel verputzt und weiß gestri-chen. Diese, schon Vitruvius bekannte Technik, verbreitete sich amLand erst gegen Ende des 18. und Anfang des 19. Jhs. als Folge derstrengen Feuerschutzverordnungen des Wiener Kaiserhofes 35 DerMörtelverputz hatte gewisse Vorteile- der Bau war nicht nur bessergegen Feuer geschützt, sondern auch vor Feuchtigkeit und sah wieein Mauerwerk aus. Einige Holzkirchen bekamen ihre„ Mantel-mauer" erst später( Kozojedy, Měník, Vysočany), während dieKirche in Loučná Hora( 1780) gleich verputzt wurde( Abb. 3). Auf indie Wände dicht angehauenen Holznägel wurde Schilf montiert undauf diese Unterlage brachte man den Verputz an.
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