( 590-604) hervorging: Er empfiehlt den Missionaren„ heidnische Glossar ::: zum Glossareintrag heidnischeHeiligtümer nicht zu zerstören, sondern sie in christliche Kirchenumzuwandeln." 3 Auf dem westeuropäischen Kontinent verbreitetendie ersten iroschottischen Missionare den Holzbau so intensiv, daßihre Bauweise„ more scotico" in der ersten Phase als Synonym fürden Holzbau verstanden wurde.4 Die große Beliebtheit des Holzesbrachte den Bewunderer der Antike Karl den Großen dazu, ein,, verbot Holzkirchen kostbar auszuschmücken" um ihren Nieder-gang zu beschleunigen, herauszugeben.5 Im Fränkischen Reich wa-ren das zuerst die höchsten höfischen und kirchlichen Kreise, diedas Heidentum Glossar ::: zum Glossareintrag Heidentum und die alte Holzbautechnik ablehnten. Für mancherepräsentationsbedürftige Fürsten war der Steinbau auch Manifesta-tion ihrer Macht und Angehörigkeit zur neuen christlichen Religion.
Warum diese Abneigung seitens höchster Repräsentantender römisch- katholischen Kirche zum Holzbau? Abgesehen da-von, daß die Holzkirche noch an heidnische Glossar ::: zum Glossareintrag heidnische Zeiten erinnernkönnte, entsprach das dauerhafte Steinbaumaterial besser denAnforderungen der christlichen Lehre. Nach den kirchlichen Ideo-logen konnten Holzkirchen die Ansprüche an die romanische,noch mehr an die gotische Form und Inhalt nicht erfüllen. Währendaber die romanische Kunst noch einen gewissen Kompromiẞ mitder heidnischen Glossar ::: zum Glossareintrag heidnischen germanischen Kunst schloß, änderte sich die Si-tuation mit dem Auftreten der gotischen Kunst. Die ästhetischenPostulate des Abtes Suger( 1081-1151) vom Saint- Denis Klosterin Paris rechneten endgültig mit dem sakralen Holzbau in offiziel-len Zentren ab. Langsam gab es auch schon genügend Fach-kräfte, die eine baulich viel kompliziertere Steinkirche durchführenkonnten, was früher nicht immer und überall der Fall war.
In einigen Gebieten Europas war die Abneigung zum Holzbaunicht so stark. So waren im 11. Jh. noch fast alle Kirchen im PassauerBistum aus Holz, aber ungeschmückt. Besonders intensiv war diesakrale Holzbautradition auf den britischen Inseln und bei den mitdem Holzbau vielfach vertrauten skandinavischen Völkern, wo sie im12. und 13. Jh. im norwegischen Stabkirchenbau eine ungewöhnli-che Blüte verzeichnete. In Ost- und Mitteleuropa baute man aufwen-dige Klosteranlagen und Kirchen aus Holz.
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