Zuletzt sei noch weiterer Gesichtsschmuck erwähnt: dasMonokel, das in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhundertsauch für Damen modisch war( 14) und die Brille, die sich inden sechziger Jahren unseres Jahrhunderts immer mehr zurSchmuckbrille entwickelte( 15).
2. ARM- UND HANDSCHMUCK
Arme und Handgelenke können mit Armreifen, Armbändernund Armspangen geziert werden. Entsprechend derjeweiligen Kleidermode wird Armschmuck weniger oderbevorzugt getragen. Nachdem er vom 17. bis zum späten 18.Jahrhundert nur selten bezeugt ist, erlebte er im 19.Jahrhundert eine Blüte. Die Frau der Biedermeierzeit fühltesich ohne Armzier nur unzureichend gekleidet. Armbänderbilden nun für den kurzen, nur knapp über das Handgelenkreichenden Handschuh einen effektvollen Abschluß. Um dieMitte des 19. Jahrhunderts unterscheidet man drei Arten vonArmbändern:" Nutzarmbänder", die eine Uhr oder einRiechfläschchen enthalten," Putzarmbänder" und" Gefühls-armbänder", die aus Menschenhaaren geflochten und miteinem Medaillon und Miniaturporträt versehen sein konnten( 16).
Die Finger werden mit Ringen geschmückt, wobei einzelneFinger auch mehrere Ringe tragen können. Der Ring, derKreis, der keinen Anfang und kein Ende hat, symbolisiert dieEwigkeit, das Unauflösliche. Vielschichtig ist seine Bedeutung,man kennt ihn als Liebes- und Ehering, als Amulett, Siegel,Symbol des Reichtums, der Macht und der Auszeichnung( 17).
3. HALS- UND RUMPFSCHMUCK
Schmuck für Hals und Brust gibt es aus vielen Materialien undin verschiedensten Formen. Von der einfachen Schnur, an derein Kreuz oder Amulett hängt, von Bändern, die den Hals engumschließen bis hin zu Kolliers und künstlerisch gestaltetenGehängen.
" Während man zur Zeit Ludwigs XV. auf das Kollier verzich-tete und statt dessen eine Rüsche aus Band oder Spitze trägt,und während die Dame zur Zeit Ludwigs XVI. ihr Medaillonoder Kreuzchen an einem einfachen schmalen Bändchen um
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